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E-Zigaretten: Ein möglicher erster Schritt zum Rauchverzicht

"Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für das Entstehen und das Fortschreiten der Arteriosklerose", sagt Storck, "mit den Folgen eines Schlaganfalles, Herzinfarktes oder einer Amputation – insbesondere bei Diabetikern."

Keine "harmlose" Alternative

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Gesund sind die im Vergleich zur Zigarette harmloseren Alternativen aber nicht: E-Zigaretten und Tabakerhitzer gelten aber ebenso als Suchtmittel. Ihr Dampf kann ebenso gesundheitlich bedenkliche Substanzen enthalten und über die langfristigen Folgen für die Gesundheit ist noch wenig bekannt.

Mit Blick auf E-Zigaretten und Tabakerhitzer weist Gefäßmediziner Storck auf Übersichtsarbeiten der Organisation Cochrane, die sich für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung einsetzt und verfügbare Literatur entsprechend bewertet, und "viele wissenschaftliche Untersuchungen" hin. In denen konnte gezeigt werden, "dass im Dampf von E-Zigaretten und auch von Tabakerhitzern relevant weniger Schadstoffe enthalten sind als in Zigarettenrauch. Die Größenordnung liegt bei 90 bis 95 Prozent weniger."

Daher wäre ein hundertprozentiger Umstieg auf E-Zigaretten eine Option für Raucher, die ansonsten nicht vom Rauchen wegkommen, so Storck.

Minderung gewisser Gesundheitsrisiken

Storck stellt klar: "Natürlich bleibt die komplette Rauchentwöhnung das Ziel." Das Problem: "Viele Raucher haben zunächst gar nicht den Wunsch aufzuhören. Nach teils jahrzehntelangem Rauchen ist es schwierig, von heute auf morgen das Rauchen komplett aufzugeben – etwa nach einem Herzinfarkt oder einer Lungenentzündung." Der Umstieg auf E-Zigaretten kann aus Sicht des Mediziners und seiner Fachgesellschaft dann zumindest gewisse Gesundheitsrisiken mindern.

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