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Algerien holt verschobene Präsidentenwahl im Dezember nach

20 Jahre regierte Bouteflika Algerien. Anhaltende Massenproteste mit Hunderttausenden Menschen auf den Straßen ließen seinen Rückhalt auch innerhalb des mächtigen algerischen Militärs schwinden. Im April trat Bouteflika schließlich zurück, die Proteste gegen die Führung des Landes halten jedoch seitdem an. Vor allem freitags kommt es in der Hauptstadt Algier und weiteren Städten regelmäßig zu Demonstrationen. Nach Berichten lokaler Medien wurden bei den Demonstrationen am vergangenen Freitag 22 Demonstranten verhaftet.

Die zunächst für Juli angesetzte Neuwahl des Staatsoberhaupts war aus Mangel an Bewerbern auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Dies hatte unter Oppositionsparteien und Demonstranten Befürchtungen laut werden lassen, dass das Militär die Lage ausnutzen könnte.

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