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Flughäfen Salzburg und Innsbruck bangen um Wintercharter

115 Landungen und 114 Starts verzeichnete der Flughafen Salzburg am stärksten Tag des vergangenen Winters, dem 22. Februar. "Höhepunkte sind immer die Anreise- und Abreisetage während der Half-Term-Holidays der Engländer im Frühjahr. Je nach Auslastung der Flieger werden dann 28.000 bis 32.000 Passagiere täglich abgefertigt", sagte Flughafensprecher Alexander Klaus. "Wie das diesen Winter aussehen wird, lässt sich extrem schwer sagen." Nachsatz: "In der Sommersaison hatten wir maximal 20 Prozent des ehemaligen Verkehrs."

In einem normalen Jahr werde der Winterflugplan mit 26. Oktober finalisiert. "Der Termin wird aber heuer nicht halten. Die wirkliche Hochsaison im Wintercharter beginnt in Salzburg aber erst mit dem letzten Samstag im Dezember." Airlines und Reiseveranstalter würden derzeit noch verhalten agieren. "Die Herausforderung ist, dass man heute nicht sagen kann, wie die Lage zu Jahresende sein wird."

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Es fehlte die Planungssicherheit, auch die Reiseveranstalter seien irritiert. Am Innsbrucker Flughafen gab man sich mit Blick auf die heurige Wintersaison indes noch optimistisch. Anhand der bisher angemeldeten Slots schaue die Buchungslage von Skichartern am Innsbrucker Flughafen "nicht schlecht aus", sagte Patrick Dierich, stellvertretender Direktor des Flughafens im APA-Gespräch.

Die Anmeldungen kommen neben dem Hauptmarkt Großbritannien aus Deutschland, Skandinavien, den Niederlanden oder auch Russland. Dennoch ging Dierich hier noch von Änderungen aus: "Ich rechne mit weniger - mit Stand heute sogar mit deutlich weniger als im Vorjahr", meinte er.

Zum jetzigen Zeitpunkt seien diese Prognosen "Kaffeesudleserei", die Entwicklung hänge natürlich stark von den Reisewarnungen ab. In etwa vier Wochen könne man hier schon genauer planen, welche Flieger tatsächlich in der Stadt in den Alpen landen werden. Normalerweise würden aber die Flugpläne schon stehen. "Heuer werden wir den Dezember-Flugplan nicht vor Anfang November machen können" - eventuell je nach Lage sogar noch kurzfristiger, so Dierich.