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© APA - Austria Presse Agentur

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03/11/2019

Einbeiniger Ex-Marinesoldat in Rekordzeit über Atlantik

Der einbeinige ehemalige britische Marinesoldat Lee Spencer hat den Atlantik in Rekordzeit durchrudert. Im Kurzmitteilungsdienst Twitter teilte der 49-Jährige mit, er habe am Montag um 01.30 Uhr (Ortszeit) die Küste von Französisch-Guayana erreicht. Spencer war am 9. Jänner vom portugiesischen Portimao mit einem speziell angefertigten Einmannruderboot in See gestochen.

Nach Angaben seines Teams hat Spencer mit seiner Ankunft nach rund zwei Monaten den bisherigen Rekord des nicht behinderten Athleten Stein Hoff um 36 Tage unterboten. Der Norweger hatte die rund 5.600 Kilometer lange Strecke in 96 Tagen, zwölf Stunden und 45 Minuten zurückgelegt.

Der bisherige Rekord eines behinderten Athleten hatte der Brite Stuart Boreham 2004 aufgestellt. Er brauchte für die Strecke zwischen den kanarischen Inseln und der Karibikinsel Barbados 109 Tage, zwölf Stunden und neun Minuten.

Spencer musste wenige Tage nach dem Ablegen auf Gran Canaria einen Zwischenhalt einlegen, um sein defektes Ortungsgerät zu reparieren. Der vier Tage dauernde Stopp ändere nichts an dem aufgestellten Rekord, sagte Spencers Sprecherin Isobel Carmier.

Spencer diente 24 Jahre lang in der britischen Marine und leistete drei Einsätze in Afghanistan, von denen er unversehrt zurückkehrte. Sein rechtes Bein verlor er im Jahr 2014, als er dem Opfer eines Straßenverkehrsunfalls half. Er wurde von einem umherfliegenden Trümmerteil unterhalb des Knies getroffen.

Bei seinem Aufbruch hatte Spencer die Hoffnung geäußert, dass seine Solo-Überquerung einen neuen Blick auf Menschen mit Behinderung eröffne. "Niemand soll über seine Behinderung definiert werden", sagte er. Zudem wollte Spencer mit der Aktion Spenden für Projekte zum Wohl von Kriegsversehrten eintreiben.

Bereits im Dezember 2015 war Spencer in Begleitung von drei weiteren behinderten ehemaligen Soldaten über den Atlantik gerudert. Die vierköpfige Besatzung verfügte zusammengenommen lediglich über drei Beine.

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Tschechische Roma-Sängerin Vera Bila gestorben

Die tschechische Roma-Sängerin Vera Bila ist tot. Sie starb in Pilsen (Plzen) an den Folgen eines Herzinfarkts, wie das Nachrichtenportal Romea.cz am Dienstag unter Berufung auf die Familie berichtete. Bila, in Tschechien als "Königin des Gipsy-Pop" gefeiert, wurde 64 Jahre alt. Mit ihrer damaligen Band Kale war die Künstlerin um die Jahrtausendwende auch international erfolgreich.

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Immunität von Front-National-Gründer Le Pen aufgehoben

In der Affäre um Schein-Assistenten hat der Mitgründer der rechtsextremen Partei Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, seine Immunität im EU-Parlament verloren. Die Europaparlamentarier stimmten am Dienstag in Straßburg per Handzeichen für die Aufhebung. Damit können die französischen Justizbehörden weitere Ermittlungen anstellen oder ein Gerichtsverfahren einleiten.

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Die ehemalige Grüne Abgeordnete Gabriela Moser ist gestorben

Die ehemalige Grüne Abgeordnete Gabriela Moser ist nach längerer Krankheit gestorben.

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Projektsteuerung berichtete von Planungsfehlern beim KH Nord

Auf der Baustelle des Krankenhauses Nord in Wien-Floridsdorf ist es offenbar lange Zeit alles andere als übersichtlich zugegangen. Marius Moser, der 2016 die Projektsteuerung für das Riesenspital übernahm, berichtete am Dienstag in der Untersuchungskommission von Planungsmängeln und Koordinierungsfehlern sowie einer Überforderung des Krankenanstaltenverbundes (KAV) als Bauherr.

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