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© APA - Austria Presse Agentur

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03/11/2019

Guaido bittet Berlin um Hilfe nach Stromausfall in Venezuela

Nach dem massiven Stromausfall in Venezuela hat der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaido am Sonntag mehrere Staaten um technische Hilfe und Beratung gebeten. "Beratungen" mit Deutschland und Japan hätten es ermöglicht, einen Plan zu erarbeiten, um die Venezolaner von der "Dunkelheit" zu befreien, sagte Guaido. Die Regierung rief für Montag erneut einen arbeits- und schulfreien Tag aus.

"Im Einklang mit meinen Befugnissen als Übergangspräsident habe ich mich mit Energieexperten in Deutschland, Brasilien, Japan und Kolumbien in Verbindung gesetzt, um sie um technische Unterstützung zu bitten und einen Ausweg aus der Krise zu finden", sagte Guaido. "Sie sind bereit, uns bei der Lösung der Krise zu begleiten."

Teile des Landes sind bereits seit Donnerstag von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten. Zahlreiche Geschäfte blieben wegen des Stromausfalls geschlossen, in Caracas funktionierte die Metro nicht, am internationalen Flughafen fielen zahlreiche Flüge aus. Am Montag sollten Beamte, Arbeiter und Schüler erneut zu Hause bleiben.

Nach Angaben der Opposition hatte ein Buschfeuer nahe einer Hochspannungsleitung das Stromnetz kollabieren lassen. Daraufhin schalteten sich die Turbinen im Wasserkraftwerk Guri ab. Die Regierung von Staatschef Nicolas Maduro hingegen machte einen von den USA geplanten Cyberangriff für den Stromausfall verantwortlich.

Schüler und Beschäftigte könnten zuhause bleiben, sagte Informationsminister Jorge Rodriguez in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Bereits am Freitag blieben Schulen geschlossen und Geschäftsaktivitäten wurden eingestellt.

Wegen des Stromausfalls will Guaido den nationalen Notstand erklären. Die von der Opposition kontrollierte Nationalversammlung solle diesen am Montag feststellen, forderte Guaido am Sonntag. Das Parlament solle am Montag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, meinte Guaido. Zudem will er den Maduro mit einem "Marsch auf Caracas" unter Druck setzen.

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Tschechische Roma-Sängerin Vera Bila gestorben

Die tschechische Roma-Sängerin Vera Bila ist tot. Sie starb in Pilsen (Plzen) an den Folgen eines Herzinfarkts, wie das Nachrichtenportal Romea.cz am Dienstag unter Berufung auf die Familie berichtete. Bila, in Tschechien als "Königin des Gipsy-Pop" gefeiert, wurde 64 Jahre alt. Mit ihrer damaligen Band Kale war die Künstlerin um die Jahrtausendwende auch international erfolgreich.

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Immunität von Front-National-Gründer Le Pen aufgehoben

In der Affäre um Schein-Assistenten hat der Mitgründer der rechtsextremen Partei Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, seine Immunität im EU-Parlament verloren. Die Europaparlamentarier stimmten am Dienstag in Straßburg per Handzeichen für die Aufhebung. Damit können die französischen Justizbehörden weitere Ermittlungen anstellen oder ein Gerichtsverfahren einleiten.

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Die ehemalige Grüne Abgeordnete Gabriela Moser ist gestorben

Die ehemalige Grüne Abgeordnete Gabriela Moser ist nach längerer Krankheit gestorben.

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Projektsteuerung berichtete von Planungsfehlern beim KH Nord

Auf der Baustelle des Krankenhauses Nord in Wien-Floridsdorf ist es offenbar lange Zeit alles andere als übersichtlich zugegangen. Marius Moser, der 2016 die Projektsteuerung für das Riesenspital übernahm, berichtete am Dienstag in der Untersuchungskommission von Planungsmängeln und Koordinierungsfehlern sowie einer Überforderung des Krankenanstaltenverbundes (KAV) als Bauherr.

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