APA - Austria Presse Agentur

Auch bei viel Stress im Job regelmäßig Pausen machen

Bei viel Stress im Job und langen Arbeitstagen sollte man darauf achten, regelmäßig Pausen zu machen. "Denn nur wer immer wieder die eigenen Akkus auflädt, kann auf Dauer Höchstleistungen bei der Arbeit erbringen", sagt der Karriereberater Sebastian Mauritz. Er empfiehlt, pro Tag mindestens zwei längere Pausen von circa einer Stunde einzulegen.

Die erste Pause macht man am besten zur Mittagszeit. Bei langen Arbeitszeiten bietet sich für die zweite der frühe Abend an, zum Beispiel die Zeit zwischen 18.00 bis 20.00 Uhr. "Denn zu diesen Zeiten haben die meisten Menschen einen Tiefpunkt."

Nach Möglichkeit sollten Arbeitnehmer diese beiden Pausen dazu nutzen, sich kurz hinzulegen und zu schlafen. "So laden die eigenen Akkus am schnellsten wieder auf", sagte Mauritz. Ist das nicht möglich, weil es etwa bei der Arbeit keinen Ruheraum gibt, reiche oft schon, einfach am Schreibtisch für eine Weile die Augen zu schließen. "Auch das entspannt schon ungemein, weil es viel Energie kostet, dauernd Reize über die Augen aufzunehmen."

Allerdings sollten Arbeitnehmer nie länger als 20 Minuten schlafen. Denn sonst kommt der Körper in eine Tiefschlafphase und man ist nach dem kurzen Nickerchen noch müder als zuvor.

Damit Berufstätige viel von den Pausen haben, ist es am besten, sie möglichst regelmäßig und zu den gleichen Zeiten zu machen. "Das ist genauso wie beim Sport: Die Pausen bringen erst richtig viel, wenn man sie regelmäßig macht", sagt Mauritz. Er empfiehlt, am Anfang eine Art Pausentagebuch zu führen. Darin sollte man eintragen, wann man wie lange Pause gemacht hat. Die meisten Berufstätigen sind erstaunt, wie viel effektiver sie im Job sind, wenn sie bewusst zwei längere Pausen in ihren Alltag einbauen.

Schließlich sollten Arbeitnehmer darauf achten, Pausen nicht erst dann zu machen, wenn sie müde sind. "Dann ist es meist schon zu spät", sagte Mauritz. Besser ist es, in die Pause zu gehen, wenn man sich noch fit fühlt. "Das kann man etwa vergleichen mit dem Gefühl, Durst zu haben. Im besten Fall trinkt man soviel, dass man nie Durst hat. Denn wenn das Gefühl von Durst entsteht, ist das eigentlich eine Warnung vom Körper, dass man zu wenig getrunken hat."