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01/02/2019

Ein paar Dinge, die uns 2019 versauen werden

Donald Trump, der Walfang in Japan und noch ein paar unerfreuliche Dinge, die uns 2019 erwarten.

Wir wissen, was ihr jetzt denkt: Nein, das hier wird kein reißerischer Boulevard-Artikel darüber, was Nostradamus im 16. Jahrhundert für das bevorstehende Jahr 2019 vorausgesagt hat (Spoiler: Dritter Weltkrieg). Nein, ihr unschuldigen Menschen, die ihr tatsächlich denkt, dieses Jahr werde alles besser: In diesem Artikel erfahrt ihr tatsächlich, welchen Scheiß die Menschheit in den kommenden Monaten höchstwahrscheinlich bauen wird. Und sagen wir es so: Nach einem Jahr voller Steilvorlagen könnt ihr euch auf so einiges gefasst machen.

Der Brexit

Am 29. März ist es vollbracht: Das Thema, das seit Monaten die Nachrichten dominiert, erreicht seinen Vorläufigen Höhe- oder Tiefpunkt, je nachdem, auf welcher Seite man steht. Das Vereinigte Königreich wird mit diesem Datum die EU verlassen und sein eigenes Ding durchziehen. Das führt nicht nur dazu, dass aktuell viele Briten befürchten, das uneingeschränkte Recht zu verlieren, in allen Ländern der EU leben und arbeiten zu können, und deswegen irische Pässe beantragen. Der Brexit bringt auch zahlreiche andere Folgen mit sich: So könnte ein gigantisches Loch im britischen Staatsbudget entstehen und die Menschenrechte im Vereinigten Königreich werden geschwächt, da die EU-Grundrechtscharta in UK ihre Wirkung verlöre und somit Gesetzeslücken entstehen würden.

Der Brexit hat aber selbstredend nicht nur Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger des UK: Mit dem Brexit verliert die EU ihre zweitgrößte Volkswirtschaft, Deutschland verliert seinen drittwichtigsten Exportmarkt, auch österreichische Unternehmen müssen sich auf Unsicherheiten bezüglich Exporten einstellen – und auch das Ende der gegenseitigen Anerkennung von beispielsweise technischen Normen, Ausbildungen und Standards droht.

Die Klimakatastrophe

Wenn es um die Klimakrise geht, dann ist es sprichwörtlich fünf vor zwölf auf der Uhr unseres kaputten Planeten. Wenn nicht schnell Maßnahmen ergriffen werden, ist es also bald zu spät – auch, wenn Politiker und Entscheidungsträger wie Heinz-Christian Strache oder Donald Trump immer noch skeptisch sind, ob der menschengemachte Klimawandel tatsächlich existiert: Erneuerbare Energien müssen ausgebaut werden, Fleischkonsum sollte reduziert und der Gebrauch von Elektroautos gesteigert werden, um nur wenige Möglichkeiten zu nennen.

Im Jahr 2018 haben wir gesehen und vielleicht auch gespürt, was Klimawandel bedeutet: Waldbrände in Kalifornien, weltweit Stürme, Fluten und das wärmste Jahr in der Messgeschichte Österreichs. Und sehr wahrscheinlich wird auch dieses Jahr nicht viel anders: Wetterextreme, steigende Treibhausgasemissionen und Naturkatastrophen stehen bevor.

Die EU-Wahl und der Rechtsruck

Bei der Europawahl Ende Mai könnte es zu einem erneuten und unionsweiten Rechtsruck kommen. Auch Kommissionschef Jean-Claude Juncker warnte in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung eindringlich davor. Juncker befürchtet bei einem weiteren Erstarken rechter Kräfte ein „weiteres Auseinanderdriften“ der Union. Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel kündigte ähnliches an und sprach von Entwicklungen, „die ins Elend führen“. Beide sind sich jedenfalls einig, dass etwas gegen diese Entwicklung getan werden müsse.

Italiens Innenminister und Chef der rassistischen Lega-Partei, Matteo Salvini, kündigte beispielsweise selbstbewusst an, in ein paar Monaten gemeinsam mit Orban Europa zu regieren, während Marine Le Pen verkündete, dass die Ideen, die auch sie mit ihrer Partei (Rassemblement National) vertrete, ohnehin bereits in zahlreichen europäischen Regierungen an der Tagesordnung stünden – so auch in Österreich. Für die Wahl wird es zu einem Bündnis aus zahlreichen rechten Parteien kommen, auch die FPÖ wird Teil davon sein. Laut Salvini würde das Bündnis daran arbeiten, „Europa von innen zu verändern“. Wird dieser Zusammenschluss die stärkste Fraktion im EU-Parlament, dann könnte die EU-Gesetzgebung dadurch nachhaltig beeinflusst werden und Reformen könnten verhindert werden.

 

Der Walfang in Japan

Wie Japans Regierung kürzlich mitteilte, will das Land ab Juli dieses Jahres aus der Internationalen Walfangkommission austreten. Ab diesem Zeitpunkt will Japan offiziell zu Geschäftszwecken Wale vor der japanischen Küste jagen, laut eigenen Angaben nicht jedoch in antarktischen Gewässern oder der südlichen Hemisphäre.

Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace zeigen sich empört, denn die Überfischung der Meere hat auch in japanischen Küstengewässern bereits zum starken Rückgang vieler Walarten geführt. Laut der Organisation WWF seien Wale derzeit einer „nie dagewesenen Bedrohung“ ausgesetzt – unter anderem durch Plastik, chemische Verschmutzung und die Klimakrise. Laut OceanCare könnte Japans Schachzug dazu führen, dass das Überleben einiger Walpopulationen im Nordwestpazifik gefährdet ist.

Donald Trump

Auch im Jahr 2019 wird uns Donald Trump wieder regelmäßig mit dem Wahnsinn versorgen, den wir mittlerweile Alltag nennen. In diesem Jahr steht Trump beispielsweise eine Anklage in New York im Zusammenhang mit angeblichen Schweigegeldzahlungen an Frauen rund um den Wahlkampf 2016 bevor. Auch was die Wirtschaft betrifft, stehen Entscheidungen ins Haus, unter anderem die Frage, wie es mit dem Handelsstreit mit China und der Europäischen Union weitergehen soll. Und dann wäre da natürlich noch Trumps Twitter-Account, der uns alle langsam aber sicher verrückt machen wird. 

In diesem Sinne: Happy New Year!

 

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