Bärlauch erkennen: Das sind seine giftigen Doppelgänger

Bereits seit Februar bevölkern zarte Blätter des Bärlauchs Wälder und Gärten. Doch Achtung bei der Ernte! So erkennst du ihn!
Bereits seit Februar bevölkern zarte Blätter des Bärlauchs Wälder und Gärten. Doch Achtung bei der Ernte! So erkennst du ihn!

Durch die Sonnenstunden der letzten Tage, sind die Bärlauch-Blätter schon recht kräftig herangewachsen. Aber Achtung auch erste Spitzen der Maiglöckchen tauchen auf. Auf den ersten Blick sehen sich die Blätter des Trios verdammt ähnlich. Die Krux daran: Während der Bärlauch essbar und eine begehrte Zutat der Frühlingsküche ist, sind Maiglöckchen und Herbstzeitlose richtig giftig .Daher ist es wichtig, die Unterschiede zwischen dem begehrten Frühlingskraut und seinen scheinbaren Doppelgängern zu kennen. Wir zeigen wie:

1. Auf den Knoblauch-Geruch kommt es an

Typisch für Bärlauch sei, dass er oft über große Flächen, manchmal mehrere hundert Quadratmeter im Wald wächst und den Boden komplett bedeckt. "Am charakteristischsten ist aber der Geruch: Nur Bärlauch-Blätter riechen nach Knoblauch", sagt die Bärlauch-Expertin. Wer also denkt, dass er Bärlauch-Blätter gefunden hat, zerreibt eins davon. Er riecht dann schnell, ob er richtig liegt oder nicht.

Die Blätter der Herbstzeitlosen treiben erreichen bis zu 40 Zentimeter Länge
MÜNCHEN - DEUTSCHLAND: ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht vom 19. April 2021: Die Blätter der Herbstzeitlosen treiben zwar im Frühjahr aus und erreichen bis zu 40 Zentimeter Länge, doch die krokusähnlichen Blüten erscheinen erst im Herbst. Foto: Lukas Barth/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++. - FOTO: APA/APA (dpa)/Lukas Barth

2. Blätter des Bärlauchs haben matte Unterseite

Klein nennt weitere Unterschiede: Während sich bei Herbstzeitlosen und Maiglöckchen mehrere Blätter umeinander rollen, sieht man bei Bärlauch-Blättern deutlich einen einzelnen Stiel. Zudem glänzt bei Bärlauch-Blättern nur die Oberseite des Blattes, die Unterseite ist matt. Bei Maiglöckchen ist es genau umgekehrt.

3. Blüte ist weiß und sternförmig

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch erst im April oder Mai mit der Ernte beginnen, denn da ist die Blüte des Bärlauchs schon ausgetrieben und diese ist so gut wie unverwchselbar. Weiß wie schnee und fast kristallförmig kommt sie daher. 

Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlosen auf einen Blick erkennen
---: GRAFIK - Zum Themendienst-Bericht vom 19. April 2021: Die Unterscheidungsmerkmale von Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlosen auf einen Blick. Foto: dpa-infografik GmbH/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++. - FOTO: APA/APA/dpa/gms/---

Gift der Herbstzeitlosen kann für Lähmungen sorgen

Im Vergleich dazu werden die Blätter der Herbstzeitlosen auch noch viel länger uns erreichen bis zu 40 Zentimeter. Sie gedeihen allerdings gerne an ähnlichen Plätzen wie Bärlauch. Ein guter Hinweis: Ihre hellrosa, selten auch weißen Blüten erscheinen aber erst im Herbst.

Bei den Maiglöckchen kommen die Stiele gleich mit den Blättern aus der Erde
BERLIN - DEUTSCHLAND: ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht vom 19. April 2021: Bei den Maiglöckchen kommen die Glöckchen-Stiele gleich mit den Blättern aus der Erde. Die Blattunterseite glänzt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++. - FOTO: APA/APA/dpa/gms/Andrea Warnecke

Die Herbstzeitlosen gelten laut der Giftzentrale Bonn als sehr giftig. Nach etwa zwei bis sechs Stunden zeigen sich Symptome. Schweres Erbrechen und massiver Durchfall kann dann auch zu einem Schock führen. Lähmungen und Herz-Kreislauf-Versagen sind möglich.

Kommentare