Gründe für den Geruch im Büro: Warum riecht es so charakteristisch nach "Büro"?

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Geruch im Büro: Warum Arbeitsplätze oft seltsam riechen

Warum riechen Büros eigentlich immer so verdächtig nach... Büro? Körperschweiß und Kaffeemaschine duften hier um die Wette!
Dario Bojic

In jedem Büro gibt es diesen unverwechselbaren Geruch eine Mischung aus Druckertinte, abgestandenem Kaffee und einem Hauch von Ehrgeiz in der Luft. Doch warum riechen Büros oft so eigenartig? Die Antwort dürfte so manchem/mancher Arbeitswütigen die Nase rümpfen und ist oft tiefer im Büroalltag verankert, als man denkt.

Der Hauptgrund für den "Bürogeruch" liefern wir Menschen selbst, mit dem CO2 das wir ständig ausatmen. Wenn man nun eine Menge Menschen auf begrenztem Raum hat, steigt die CO2-Konzentration in der Luft an – die Luft wird "schlechter", und empfindliche Kolleg:innen können schon über Kopfschmerzen klagen.

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Eau de Büro: Eine duftende Spurensuche

Büros sind Brennpunkte menschlicher Aktivität und damit auch zentrale Orte für die Entstehung spezifischer Gerüche. Von früh morgens bis spät abends wird hier gearbeitet, als gäbe es kein Morgen. Dieser unermüdliche Arbeitsethos im Büro hinterlässt nicht nur psychische, sondern auch physische Spuren - und ja, manche davon riechen intensiv nach Fleiß.

Kaffee und Schweiß: Die Klassiker des Bürogeruchs

Zwei Hauptverursacher des typischen Bürogeruchs sind Kaffee und Schweiß. Der ständige Kaffeekonsum im Büro sorgt für einen permanenten Geruch nach frisch gebrühtem oder abgestandenem Kaffee. Letzterer verliert seinen Charme und trägt zum typischen Bürogeruch bei.

Und dann ist da noch der Schweiß ja, auch im Büro wird geschwitzt, vor allem unter Druck und Stress. Trotz Klimaanlage kämpft jede:r im Büro mit seinem/ihrem persönlichen Beitrag zum Geruch, der durch Anstrengung und Fleiß entsteht.

Der 'überarbeitete Brokkoli': Ein Ernährungsphänomen

Nicht zu vergessen ist der Einfluss der Ernährung auf den Geruch im Büro. Schnelle, oft schwefelhaltige Mittagsmahlzeiten wie Brokkoli oder Eier tragen zur olfaktorischen Signatur bei. Wenn sich diese Gerüche mit der typischen Büroluft vermischen, entsteht ein unverwechselbares Aroma, das man scherzhaft als 'Eau de Überarbeitung' bezeichnen könnte.

Frische Luft und Ironie: Die Lösung für Bürogerüche

Um dem Problem der Bürogerüche zu begegnen, bleibt die bewährte Lösung: regelmäßiges Lüften. Frische Luft kann das Büroklima erheblich verbessern und für eine angenehmere Arbeitsatmosphäre sorgen. Auch ein wenig Humor hilft, die Situation zu relativieren und mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Doch auch beim Lüften sollte Rücksicht genommen werden – manchen wird schneller kalt als anderen, vor allem jenen die näher beim Fenster sitzen!

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Flüchtige Organische Verbindungen (VOCs) als Geruchsquelle

In einer Studie über Gerüche in einem Büro wurden flüchtige organische Verbindungen (VOCs), insbesondere Alkohole, identifiziert, die hauptsächlich in Teppichbereichen vorkamen, wo der Geruch am stärksten war. Diese VOCs wurden in der Luft und in Teppich- und Klebstoffproben gefunden, jedoch nicht in Farbproben oder in nicht mit Teppichboden ausgelegten Bereichen. Die Untersuchung ergab, dass der Geruch wahrscheinlich von nicht vollständig ausgehärtetem Teppichkleber herrührte und dass die unzureichende Belüftung des Büros zur Geruchsintensität beitrug.

Die VOC-Konzentration im Büro liegt wahrscheinlich unter den Grenzwerten für berufliche Exposition. Geringe Mengen Formaldehyd, die ebenfalls teilweise nachgewiesen wurden, könnten zu den Reizerscheinungen der Mitarbeiter:innen geführt haben. Der Abschlussbericht zeigte, dass die Geruchsbelästigung im Büro hauptsächlich durch VOCs aus dem Teppichkleber verursacht wurde. Trotz geringer VOC-Konzentrationen können solche Gerüche belästigend wirken und zu typischen Symptomen wie Augenreizungen und Kopfschmerzen führen.

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So wird der nächste intensive Arbeitstag im Büro vielleicht nicht nur produktiver, sondern auch etwas erträglicher für die Nase. Nicht vergessen: Ein markanter Geruch im Büro ist auch ein Zeichen von Engagement und Erfolg und ein bisschen Stolz darf da schon mitschwingen.