"Saltburn"-TikTok-Trend zeigt Superreiche tanzend durch Villen

Ein herrschaftliches Haus in Oxford
Der Film "Saltburn" wurde zum Überraschungs-Hit über Weihnachten. Jetzt bringt der Film auch einen TikTok-Trend hervor.

Dass "Saltburn" auf Prime alle Zutaten für einen Internet-Hype hat, wird direkt beim Anschauen klar: Hit-Songs aus der Jugend von Millennials, Dark-Academia-Stil und natürlich Jacob Elordi in einer der Hauptrollen. Einige wenige Nutzer:innen der Plattform TikTok wurden sogar dazu inspiriert, ihre eigene Version der Schlussszene zu drehen. Aber halt: Der Trend ist leider nicht für alle da, sondern nur für diejenigen, die ein Anwesen ihr Eigen nennen können.

Saltburn endet damit, dass der Student Oliver nackt durch die Hallen des Landsitzes der Familie Catton tanzt. Dazu ertönt der Smash-Hit "Murder On The Dancefloor" von Sophie Ellis-Bextor. Genauso (nur weniger nackt) bewegen sich die TikToker:innen in den Räumlichkeiten ihrer Häuser und verlinken den Song. So zeigen sie herrschaftliche Zimmer und protzen ganz nebenbei mit ihrem Besitz.

Tanzend im Überfluss

Eine Nutzerin schreibt: "Es tut mir leid, aber ich musste diesen Trend nachmachen" und zeigt Bilder eines meterlangen Esstischs, hoher Gewölbe, und Freund:innen, die prunkvolle Partys feiern. 

Eine andere nimmt den Trend noch genauer und tanzt im Pyjama in der gleichen Choreographie durch die eleganten Zimmer des Hauses ihres Verlobten. Brokatvorhänge, ausladende Canapés und Billardtische inklusive. Natürlich werden dabei auch keine Fotos der Villa von außen ausgespart. "Murder On The Dancefloor" hat es nach über 20 Jahren außerdem wieder in die britischen Charts geschafft, alles nur dem Hype um "Saltburn" zu verdanken.

Kritik am "Saltburn"-TikTok-Trend

Auf Social Media kommt der Trend aber nicht nur gut an, sondern wird teils heftig kritisiert. Es finden sich Kommentare unter den Videos, die die Klassenunterschiede und das Leben im Überfluss anprangern. "Eat The Rich" schreiben so manche in die Kommentarspalte und sprechen Superreichen die Existenzberechtigung ab. Außerdem solle der Film selbst doch als Kritik am System verstanden werden und zum Nachdenken bewegen.

"Ich hoffe Saltburn passiert denen" meint ein Nutzer unter einem Tanzvideo und verweist darauf, dass sich im Film der Underdog die Villa unter den Nagel reißt – mit fragwürdigen Praktiken. Eine andere fragt: "Haben diese Personen nicht verstanden, dass es im Film eigentlich nur um sie geht?" Den Creator:innen scheinen die negativen Kommentare aber eher egal zu sein und zelebrieren ihr "Saltburn"-Leben in vollen Zügen.

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