Warum du regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen solltest

An einem Oberarm wird ein Blutdruckmessgerät angelegt
Am 7. April 2024 ist der Weltgesundheitstag. Ein guter Anlass, um an deine nächste Vorsorgeuntersuchung zu denken!

Am Sonntag, dem 7. April 2024, findet der Weltgesundheitstag statt. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, ist das diesjährige Motto "Meine Gesundheit, mein Recht". Der WHO-Rat für die Ökonomie der Gesundheit hat analysiert, dass "mindestens 140 Länder Gesundheit als Menschenrecht in ihrer Verfassung anerkennen". 

Jedoch ist das nicht in allen Ländern so, in vielen Nationen & Co werden keine Gesetze, in denen das Recht auf Zugang zu Gesundheitsleistungen für die Bevölkerung garantiert wird, verabschiedet oder in der Praxis durchgesetzt. Demnach war mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung (4,5 Milliarden Menschen) nicht in der Lage, mit erforderlichen Gesundheitsleistungen versorgt zu werden. Die WHO möchte deswegen, das Recht auf Gesundheit für alle Menschen weltweit ermöglichen. 

Damit du fit und gesund bleibst, gibt es in Österreich die Möglichkeit, eine Vorsorgeuntersuchung zu machen. Doch ab wie vielen Jahren kann man damit anfangen und kostet der Check-up etwas? Das solltest du darüber wissen!

Warum sollte ich zu einer Vorsorgeuntersuchung gehen? 

Die medizinische Untersuchung bietet sich vor allem deswegen an, weil man dabei die Möglichkeit hat, frühzeitig Krankheiten zu erkennen und gesundheitliche Risikofaktoren zu mindern. Das ist besonders vorteilhaft, wenn vererbbare Erkrankungen in der Familiengeschichte bekannt sind. Wie die österreichische Gesundheitskasse erklärt, können alle Menschen ab dem 18. Lebensjahr, die ihren Wohnsitz in Österreich haben, einmal im Jahr kostenlos die Untersuchung in Anspruch nehmen. Die Behandlung ist auch möglich, wenn man nicht versichert ist. 

Bei der Vorsorgeuntersuchung wird vor allem ein Hauptaugenmerkmal auf Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen gelegt. Laut dem österreichischen Gesundheitsportal zählen diese zu den häufigsten Todesursachen in Österreich. 

  • Frauen ab dem 18. Lebensjahr wird bei der Vorsorgeuntersuchung der PAP-Abstrich empfohlen, um eine Früherkennung im Falle einer Gebärmutterhalskrebserkrankung zu ermöglichen. 
  • Frauen ab dem 45. bis zum 69. Lebensjahr, die in Österreich wohnhaft sowie versichert sind, können zudem alle zwei Jahre zur Mammographie-Untersuchung gehen.
  • Ab dem 50. Lebensjahr wird Männern und Frauen ein "fäkal okkulter Bluttest" empfohlen, der verstecktes, nicht sichtbares Blut im Stuhl nachweisen soll. Dies ist besonders für die Früherkennung von Darmkrebs wichtig. Danach wird alle 10 Jahre eine Vorsorge-Darmspiegelung angeboten. 
  • Menschen ab 65 Jahren wird auch die Früherkennung von Hör- und Sehschäden empfohlen.

Die Gesundheitsvorsorgeuntersuchung wurde 1974 in Österreich eingeführt, damals lag die Lebenserwartung von Frauen bei circa 75 und bei Männern bei 67 Jahren. Heute leben Frauen durchschnittlich sieben und Männer circa acht Jahre länger.

Wo kann man die Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen?

Das Angebot der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung gibt es ausschließlich bei Ärzt:innen, die einen eigenen Kassenvertrag für die Vorsorgeuntersuchung haben oder bei Gesundheitszentren der Krankenkassen. Hier findest du alle Gesundheitszentren im Überblick. 

Wie läuft eine Vorsorgeuntersuchung ab? 

Laut dem österreichischen Gesundheitsportal solltest du zum Check-up folgende Dokumente mitnehmen:

  • e-card oder Ersatzkrankenschein (Nicht-Versicherte benötigen einen e-card-Ersatzbeleg. Diesen kann man mit einem Meldezettel in einem Kundencenter der Sozialversicherung des jeweiligen Wohnbundeslandes beantragen. Frage dabei am besten nach einem Ersatzbeleg "mit dem Vermerk 'Vorsorgeuntersuchung für Nicht Versicherte'".
  • alte Befunde von vorherigen Untersuchungen
  • falls schon eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt wurde: Arztbrief des letzten Besuchs
  • Liste aller Medikamente, die man regelmäßig einnimmt

Wie die Gesundheitskasse weiter erklärt, füllen Patient:innen bei der Untersuchung vorab einen Fragebogen aus, um bekannte Erkrankungen & Co festzuhalten. Danach wird meist ein Brief für einen Stuhltest übergeben. Allgemein führen die Patient:innen ein Gespräch mit dem/der Ärzt:in über weitere Untersuchungen, geben eine Harnprobe ab und werden zur Blutabnahme geschickt. Da mehrere Untersuchungen anstehen, sollte man bedenken, dass diese an verschiedenen Tagen stattfinden. 

Bei weiteren Fragen kannst du dich an die Servicenummer 0800 501 522 oder per Mail (vu@sozialversicherung.at) an Mitarbeiter:innen wenden. 

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