Klimaaktivistin, Autorin und bald auch Politikerin? Die 23-jährige Lena Schilling hat viel zu tun.  

APA - Austria Presse Agentur

Umwelt & Politik: Wer ist die Aktivistin Lena Schilling?

Klimaaktivistin, Autorin und bald auch Politikerin? Die 23-jährige Lena Schilling hat viel zu tun.

Lena Schillling ist eine bekannte Klimaaktivistin, die vor allem als Gründerin des Jugendrats und Sprecherin von "LobauBleibt", der Bürger:inneninitiative gegen die Stadtstraße Aspern und den Lobau-Tunnel, Bekanntheit erlangte. Mit 17 Jahren wurde sie Teil der Fridays-For-Future-Bewegung und engagierte sich dadurch erstmals politisch. Nun soll die Aktivistin auch im österreichischen Parlament mitmischen und als Spitzenkandidatin für Die Grünen für die EU-Wahl antreten. 

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Aktivistin und Buchautorin

Neben ihrem Engagement für die Umwelt hat die Politikwissenschaftsstudentin 2022 das Buch "Radikale Wende" herausgebracht. In ihrem Werk schreibt sie darüber, warum es wichtig ist, weiter zu protestieren und immer mehr Menschen dazu zu bringen, selbst politisch aktiv zu werden. "Wir haben eine Welt zu gewinnen, denn wenn wir weitermachen wie bisher, haben wir sie schon verloren. Alles wird gut, sagen die Entscheidungsträger:innen und ändern nichts", heißt es in einer Passage ihrer Publikation. 

Die 23-Jährige, die mit 12 Jahren Vegetarierin wurde und bereits mit 13 Jahren auf ihrer ersten Demo war, schrieb 2023 eine Kolumne für die "Kronen Zeitung". In "Streitbar" behandelte sie Themen wie Aktivismus, Umwelt und Politik

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Bewerbung als EU-Spitzenkandidatin für die Grünen

2024 wird Lena Schilling als Spitzenkandidatin für die Grünen ins Rennen für die EU-Wahl gehen. "Ja, Lena Schilling bewirbt sich als Spitzenkandidatin für diese enorm wichtige Wahl", erklärte Werner Kogler am 22. Jänner in einer Pressekonferenz. Der Politiker erklärte weiter, dass er die junge Frau im Rahmen eines Podiums kennengelernt hätte, nach Gesprächen wurde klar, dass die "Sichtweisen und Ziele" bei Schilling und den Grünen zusammenpassen würden. Kogler beschrieb Schilling als eine Person, die sich für eine Zukunft einsetzt, "für die es sich zu kämpfen lohnt". Genau deswegen hätte sich die Partei für die junge Aktivistin als Spitzenkandidatin entschieden. 

"Die Herausforderung, der ich mich stelle, ist groß, das weiß ich", erklärte Schilling bei der Pressekonferenz. "Ich bin Klimaaktivstin und das mit ganzem Herzen." Es gehe für sie von der Straße nun auf den Kampf ins Parlament. Schilling möchte "die Zukunft jetzt in die Hand nehmen" und für eine "klimagerechte und soziale Wende" einstehen. Trotz vorheriger Kritik an der Grünen-Partei sei für Schilling dennoch klar, dass sie als Spitzenkandidatin für genau diese Partei antreten möchte, immerhin würden sich die Grünen am meisten für Umweltthemen einsetzen. 

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Eine "geschniegelte Berufspolitikerin" werde Schilling laut eigenen Angaben nicht, sie sehe sich weiterhin als Klimaaktivistin. "Meine Kandidatur ist auch eine Kampfansage gegen rechts", erklärte Schilling, die nicht nur das Umweltthema behandeln möchte. "Ich steh für ein klimagerechtes und ein demokratisches Europa."