"Why your Words Matter": Warum dieser TikTok-Trend so wichtig ist

Unsere gewählten Wörter haben einen Einfluss auf unsere Psyche, das Tag für Tag.
Welche Wörter wir verwenden, hat einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung unserer Eigen- sowie Umwelt.

Weil sich unsere Sprache laufend weiterentwickelt, verändern sich die gewählten Wörter ebenfalls ständig. Trendige Begriffe und Phrasen halten immer mehr Einzug in unseren alltäglichen Sprachgebrauch, dabei sind die Wörter, die wir aussprechen, der Neurowissenschaft zufolge extrem ausschlaggebend für unsere Wahrnehmung. So erklären es User:innen anhand von Studien im TikTok-Trend "Why your Words Matter".

Unterbewusstes Beeinflussen durch Sprachgebrauch

Auch wenn wir uns oft nicht viel dabei denken, unterbewusst sollen unsere täglich gewählten Wörter einen Einfluss auf unsere Psyche haben. Während ein gesundes Maß an Selbstironie für einen starken, offenen und gefestigten Charakter spricht, können Phrasen wie "Ich bin so blöd" negative Folgen auf unser Gehirn haben, denn es erkennt die Ironie nicht.

Positive Gedanken sollen zu positiven Resultaten führen, andersherum ebenso. Gewisse Mechanismen in unserem Gehirn sollen laut einer Studie der University of Michigan dazu führen, dass wir durch positives Denken und wohlgesinnte Wortwahl mehr Motivation für unsere ins Auge gefassten Ziele verspüren.

"Die gewählten Wörter, egal ob laut gesagt oder nur im Kopf, haben definitiv einen Einfluss auf unser Gehirn und die Art, wie wir denken, fühlen und die Welt wahrnehmen." So erklärt Psychotherapeut Justin Paulsen das Phänomen "Bustle" gegenüber. Je mehr Energie und Aufmerksamkeit wir für negative Gedanken und Äußerungen aufwenden, desto weniger bleibt für das Positive.

"Wenn man sich dazu durchringt, sich auf das Positive im Leben zu konzentrieren, stärkt man die positiven neurologischen Pfade, dadurch trainiert man auch die Fähigkeit positive Möglichkeiten im Alltag zu erkennen, wenn sie sich ergeben" führt er weiter aus.

Es ist völlig in Ordnung und notwendig, ehrlich zu sich zu sein, auch wenn negative Erfahrungen aktuell überwiegen. Jedoch verschlimmert ein ständiges Schlechtreden der Situation diese nur weiter, da kein Platz für postive Energie übrigbleibt. Kleine Änderungen im täglichen Sprachgebrauch können damit anfangen, dass man gewisse Sachen umformuliert; anstatt "ich bin krank" zu sagen, kann man auch "ich erhole mich gerade" sagen, und verleiht demselben Zustand einen positiven Ausgang.

k.at Meinung:  Ich versuche schon seit einiger Zeit, unproduktive, negative Gedanken auszublenden. Dazu gehört vor allem ein bewusster Umgang mit den Worten, mit welchen ich täglich interagiere. Seitdem ich aktiv versuche, unnötig schlechte Äußerungen über mich sowie andere zu vermeiden, erscheint mir mein Leben deutlich glücklicher.

Ich kann mit mehr Positivität an morgen denken und finde mich seltener in psychischen Abwärtsspiralen. Außerdem habe ich bemerkt, dass sich auch der Umgang anderer Menschen mit mir geändert hat: Eine positive Ausstrahlung lässt Menschen in deiner Gegenwart Wohlgefühl und Freude verspüren.

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