Shortbus

10 Filme, in denen die Sex-Szenen nicht vorgetäuscht waren

Manchmal reicht es eben nicht, nur so zu tun, als ob: Diese Filme zeigen echten Sex.

Manchmal sind schauspielerische Leistungen derart gelungen, dass man glauben könnte, die schauspielerische Darbietung ist tatsächlich real. Über die Jahrzehnte haben sich zahlreiche Schauspieltechniken entwickelt, um Emotionen so realistisch wie möglich ausdrücken zu können.

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Einige Filmschaffende geben sich aber mit der Imitation nicht zufrieden und pochen auf reale Gefühle. Vor allem bei Sex-Szenen kann dieser Anspruch an seine Grenzen stoßen. Hier eine Liste an Filmen, bei denen Realität und Fiktion in Sex-Szenen verschwimmen.

Little Ashes

Little Ashes

2008 verkörperte Robert Pattinson in "Little Ashes“ den Künstler Salvador Dali. Als er sich bei einer Szene schwer tat einen Orgasmus vorzutäuschen, half sich der Darsteller, in dem er tatsächlich vor der Kamera masturbierte. In einem Interview aus dem Jahr 2013 mit dem "Interview Magazine" sagte er, dass er dachte seine Karriere sei nach dieser Szene ruiniert, aber wenig später erhielt er die Zusage für die Hauptrolle in "Twilight". Seitdem hat sich Pattinsons Talent, Selbstbefriedigung vorzutäuschen erheblich verbessert. In "High Life", "Damsel", "The Devil all The Time" und "Lighthouse" hat er es geschafft seine Lust tatsächlich nur vorzutäuschen.

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Wild Bunch Distribution

Love

Gaspar Noe ist bekannt für seine expressive Darstellung von Sex und Gewalt, deshalb war es auch für Fans des Regisseurs wenig verwunderlich, dass die erste Szene seines 2015 veröffentlichten Films "Love“ eine Sexszene war. Das Paar im Film legte tatsächlich Hand an sich an und befriedigte sich bis zum Höhepunkt – und ja der Film ist auch auf 3D verfügbar.

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Mars Distribution

The Brown Bunny

"The Brown Bunny" ist die Geschichte eines Mannes (Vincent Gallo), der die große Liebe seines Lebens verliert. Jeden Tag versucht er, eine neue Liebe zu finden. Zuerst verlangt er von den Frauen, denen er begegnet, dass sie ihn begleiten sollen. Aber dann lässt er jede sitzen, die ihm folgen will. 

In einer der bizarrsten Szenen des Films befriedigt Chloe Sevigny den Hauptdarsteller und Regisseur Vincent Gallo oral, was zu einer Welle an Entrüstung führte, doch die Oscar-Nominierte Darstellerin steht hinter ihrer Entscheidung. In einem "Variety"-Interview aus dem Jahr 2016 sagte sie: "Ich würde es heute wahrscheinlich wieder tun. Ich glaube an Vincent als einen Künstler und stehe zum Film".

Bei seiner Premiere auf den Filmfestspielen von Cannes wurde "The Brown Bunny" ausgebuht. Bis heute gilt der Film als einer der schlechtesten Filme, die je auf dem renommierten Film-Festival zu sehen waren.

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Christian Geisnaes

Nymphomaniac

Einer der sexuell explizitesten Spielfilme der letzten Jahre ist vermutlich "Nymphomaniac". Lars von Triers Zweiteiler dauert insgesamt über fünf Stunden und hat bereits im ersten Teil so viele Sexszenen, dass man mit dem Zählen kaum noch nachkommt. Auch wenn es so aussieht, als ob Charlotte Gainbourg, Shia Labeouf und Stacy Martin hier tatsächlich Sex vor der Kamera hätten, ist dieser perfekt inszenierte Realismus den genialen VFX-Artists zu verdanken. Bei den Dreharbeiten, hatten die hochkarätigen Stars zwar engen Körperkontakt, aber keinen echten Geschlechtsverkehr.

Es wurden Porno-Darsteller engagiert, die, nachdem Gainsbourg & Co ihre Szenen abgedreht hatten, exakt die gleichen Bewegungen nachspielten, aber diesmal wirklich Sex hatten. In der Postproduktion wurden Gesichter und Körperteile ausgetauscht und somit die perfekte Illusion kreiert. Letztendlich hatten die Body-Doubles aber beim Dreh Sex – nur eben nicht die Schauspieler, die dann im Film zu sehen sind. 

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Shortbus

Shortbus

"Shortbus“ erzählt die Geschichte einer diverser Gruppe an jungen Menschen, die Versuchen ihren Platz in New York zu finden. Auf der Suche nach ihrer eigenen Identität kommen sich die Bewohner der Millionenmetropole auch so nah, dass es nicht mehr jugendfrei ist. Um sich mit seinem Ensemble solidarisch zu zeigen, hatte der Regisseur John Cameron Mitchell vor der Kamera ebenfalls Oralverkehr. Eine etwas eigenartige Form von Solidarität …

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Caligula

Caligula

"Caligula“ war der erste und einzige Film, den das Männermagazin "Penthouse" je produzierte. Angepriesen als Historienverfilmung nahm der Filme während den Dreharbeiten seltsame Wendungen. Am Ende der Drehtage schlich sich der Herausgeber des Magazins Bob Guccione mit einer Gruppe von Penthouse-Models in die Kulissen und lies die Kamera bei zahlreichen Sex-Orgien mitlaufen. Die Szenen schafften es schlussendlich sogar in die Endfassung des knapp dreistündigen Films. "Caligula“ spielte sowohl in Italien als auch in den USA Millionen an den Kinokassen ein, hatte aber mit viel Kritik im Bezug auf die Sex-Szenen zu kämpfen.

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Christian Geisnaes

9 Songs

Der britische Film erschien 2004 in den Kinos und zeigt eine große Bandbreite an sexuellen Praktiken. Von Masturbation mit Sex-Spielzeug und Oralsex bis hin zum Fußfetisch ist hier alles dabei. Darsteller Kieran O’Brien kommt vor der Kamera sogar auch tatsächlich zum Orgasmus. Für die Kritiker war "9 Songs“ allerdings alles andere als ein Höhepunkt. Vielmehr wurde der Film weltweit mit schlechten Bewertungen abgestraft. 

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Blue Movie

Blue Movie

Andy Warhol ist heutzutage hauptsächlich als Pop-Artist für seine ikonischen "Campbell"- und "Mailyn Monroe"-Bilder bekannt, doch der Amerikaner trieb auch in der Filmwelt sein Unwesen. Er zeigte mit seinem 1969 erschienenem Film "Blue Movie“ das erste Mal echten Sex auf der Leinwand. Abgesehen davon passiert im Film allerdings nicht viel. Ein Pärchen redet über den Vietnam Krieg, kocht, duscht und schläft miteinander. Obwohl "Blue Movie“ einen erfolgreichen Kinostart hinlegte, wurde ein Kino in New York wegen der Ausstrahlung des Films zu einer Strafzahlung von 250 Dollar verurteilt. 

Zelig Films Distribution I am Divine

Pink Flamingos

Bevor Regisseur John Waters mit der Musicalverfilmung "Hairspray“ zu internationaler Bekanntheit gelangte, inszenierte er zu Beginn seiner Karriere eine Reihe an subversiven Filmen. Der bekannteste davon ist "Pink Flamingos“, in dem seine langjährige Partnerin und Drag Queen Divine die Hauptrolle spielt. Im laufe des Films hat Divine mit dem Darsteller, der ihren Sohn spielt, Oral-Verkehr und macht sich auch an Hunde-Exkrementen zu schaffen. Bei seiner Veröffentlichung 1972 wurde der Film in Hicksville, New York und der Schweiz verboten. Zum 25-jährigen Jubiläum erklärte Waters in der Washington Post, dass er mit dem Film kulturellen Terrorismus betreiben wollte, um alteingesessene Wertvorstellungen der Mittelschicht in Frage zu stellen.

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Wenn die Gondeln Trauer tragen

Wenn die Gondeln Trauer tragen

Nicolas Roegs Film gilt als einer der großen Werke der 70er Jahre. Über die Sexszene zwischen Donald Sutherland und Julie Christie wurde bereits schon vor der Veröffentlichung gesprochen und es rankten sich zahlreiche Mythen um die beiden Stars. Warren Beatty, der damals mit Christie zusammen war, habe sogar Druck gemacht, um die Szene aus dem Film schneiden zu lassen, obwohl nicht klar war, ob die beiden tatsächlich Sex hatten oder nicht. Sutherland und Produzent Bart bestritten die Aussagen, wonach der gezeigte Sex echt sei. Wenn dem so ist, dann haben die Darsteller jedenfalls schauspielerisches Talent bewiesen. 

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