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5 denkwürdige Momente aus den GNTM-Finalshows

Bombendrohungen, Nackt-Proteste und Monrose: Wir schwelgen nochmal in Erinnerungen.

Es ist mal wieder soweit: Nur eine kann "Germany's Next Topmodel" werden. Und weil das GNTM-Finale traditionell ein opulentes Hype-Spektakel der Sonderklasse ist, blicken wir an dieser Stelle auf die denkwürdigsten, absurdesten und umstrittensten Momente der vergangenen Finalshows zurück.

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1. "Heidis Horror Picture Show" (2013)

dpa

"Habe ich da gerade Busen gesehen?", kommentierte Heidi Klum im Finale der achten Staffel etwas verdutzt. Wer erinnert sich nicht: Nach der zweiten Entscheidung stürmten plötzlich zwei Frauen die Bühne, über ihre blanken Oberkörper rankten die Worte "Heidis Horror Picture Show" und "Sadistic Show". Im Fernsehen konnte man nur Sekundenbruchteile davon sehen, aber das reichte schon, um den Models die Show zu stehlen. Hinter der Aktion stand die aktivistische Frauenrechtsbewegung Femen, die darauf aufmerksam machen wollte, welche Werte GNTM jungen Frauen vermittelt.

2. Der legendäre Monrose-Auftritt (2007)

Ah, ein Klassiker. Diese Premieren-Performance von "Hot Summer" im Finale der zweiten Staffel ging aus zwei Gründen in die Fernsehgeschichtsbücher ein: Erstens waren Monrose zu diesem Zeitpunkt längst als Casting-Eintagsfliege abgeschrieben – niemand hatte damit gerechnet, dass sie plötzlich mit so einem Brett um die Ecke kommen. Zweitens war es diese Performance, die das Konzept von Live-Acts im Finale von GNTM etablierte: Erst nachdem "Hot Summer" dank GNTM-Rückenwind zum Riesenhit avancierte, wurden die Starauftritte in den Finalshows hochkarätiger und eine begehrte Promo-Plattform für internationale Popstars. Somit verdanken wir die späteren Auftritte von Lady Gaga, Justin Bieber oder Taylor Swift eigentlich Monrose. Danke, Monrose!

3. Die Bombendrohung (2015)

Das vielleicht am meisten diskutierte Finale in der Geschichte von "Germany's Next Topmodel" war jenes, das nie wirklich durchgeführt werden konnte. 2015 war man gerade eine Stunde auf Sendung, als eine anonyme Anruferin behauptete, eine Bombe im Austragungsort platziert zu haben. Als dann noch ein unbeaufsichtigter Koffer gefunden wurde, wurde die Halle sofort evakuiert, die Show abgebrochen. Das Finale musste zwei Wochen später in New York nachgeholt werden.

4. Das vielleicht unangenehmste Intro aller Zeiten (2017)

Irgendwo in Heidi Klum schlummert immer noch der heimliche Wunsch nach einer Pop-Karriere – anders können wir uns ihre Ausflüge in die Musik nicht erklären. Erinnert sich noch jemand an ihren Weihnachtssong? Egal, jedenfalls servierte uns Heidi zur Final-Eröffnung der zwölften Staffel ein besonders fiepsiges Medley aus "There's No Business Like Show Business" und Madonnas "Vogue". Das eigentliche Highlight kam allerdings erst, als die spätere Gewinnerin Céline das Publikum in Oberhausen mit einem gesalzenen Brunftschrei begrüßte, dessen Klang uns bis heute in unseren schlaflosen Nächten heimsucht. Aber seht – und hört – selbst.

5. Die All-Stars-Reunion, die nie passiert ist (2015)

Wie bereits erwähnt brachte eine Bombendrohung das Finale 2015 zum vorzeitigen Abbruch – ProSieben ließ es sich jedoch nicht nehmen, im Nachhinein zu zeigen, was ursprünglich geplant war: Zum Jubiläums-Finale waren alle bisherigen Siegerinnen der Show (minus Jana Beller) angereist, um einen noch nie dagewesenen Winners-Walk hinzulegen. Doch dazu kam es nie: Ein ungemütlich wirkendes Probe-Interview ist alles, was wir von dieser Jahrhundert-Konstellation zu sehen bekamen. Um den großen Dichter John Greenleaf Whittier zu zitieren: "Von allen traurigen Worten der Zunge oder Feder sind dies die traurigsten: Es hätte sein können."

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