APA - Austria Presse Agentur

500 Ausgaben "Willkommen Österreich": Komikerduo feiert vor

Wenn Christoph Grissemann und Dirk Stermann etwas feiern, dann läuft das natürlich anders ab als gewohnt.

Das Moderatorenduo bestreitet kommende Woche die 500. Ausgabe der ORF-Show "Willkommen Österreich", doch bereits am heutigen Dienstag (um 22 Uhr auf ORF 1) lässt man die Korken knallen - oder so etwas ähnliches. Immerhin stellen sich die beiden den Fragen einiger Journalisten, während Sänger Nino de Angelo und "Science Buster" Martin Moder als Gäste geladen sind. Am 31. Mai 2007 ging die Show, die den Titel von der gleichnamigen, langjährigen ORF-Nachmittagssendung übernommen hatte, erstmals on air. Dass daraus so eine Erfolgsgeschichte werden würde, dachten wohl auch die Präsentatoren selbst nicht. Die zuvor moderierten Shows hatten nie mehr als acht Folgen, erzählte Stermann der APA. Insofern sei man "nicht davon ausgegangen, dass es diesmal anders sein würde". Immerhin: Diese zugegebenermaßen niedrig gelegte Latte hat man locker überboten.

Zunächst in der "Donnerstag Nacht" beheimatet, wenden sich Grissemann und Stermann seit Herbst 2012 immer dienstags an ihre Zuschauer - mit den obligatorischen Witzen, die auch nicht voreinander halt machen, sowie illustren Studiogästen. Auf die Frage, wer der enervierendste Gast in all der Zeit gewesen sei, antwortete Stermann mit einem in die Länge gezogenen "Glööööckler". Der schrille Modedesigner Harald Glööckler hat also Eindruck hinterlassen.

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Seine Beharrlichkeit hat wiederum Ex-Skistar Hermann Maier unter Beweis gestellt. "Er wurde schon oft eingeladen, ist aber noch nie gekommen", so Stermann. "Er behauptet, von seinem Management nur die wichtigen Termine weitergeleitet zu bekommen." Wobei: Der Erfolg gibt "Willkommen Österreich" und seinen Machern - darunter Produzent John Lueftner sowie Regisseur und Redaktionsleiter Mathias Zsutty - natürlich Recht, hat sich das Format doch eine eingeschworene Fangemeinde erkämpft.

Eine tägliche Late-Night-Show sei dennoch nie im Raum gestanden, wie Stermann betonte. Dafür sei "unser Land zu klein. Einmal die Woche ist schon ok." Frisch bleibe die Sendung schon alleine dadurch, dass "man nie weiß, wie es wird". Und das fehlende Publikum in Zeiten der Coronakrise? Vermisse er "interessanterweise weniger als erwartet", wie der Moderator zugab. Bleibt noch die Herausforderung, jene rekordverdächtigen 1.238 Folgen des legendären "Seniorenclubs" zu erreichen. Darauf hingewiesen, meinte Stermann nur: "Ja, das ist das einzige Ziel, das wir verfolgen."