APA - Austria Presse Agentur

Äh, hat Trump sein TikTok-Verbot vergessen?

Da war doch was: Laut TikTok scheint die Trump-Administration in all dem Trubel vergessen zu haben, die App zu verbieten.

Wir erinnern uns: Erst diesen Sommer kündigte US-Präsident Donald Trump an, TikTok in den USA künftig verbieten zu wollen. Grund dafür seien Bedenken, die App würde Daten von NutzerInnen an die chinesische Regierung weitergeben, hieß es.

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In der Folge gab Trump dem Konzern ByteDance eine Deadline, um TikTok in den USA zu verkaufen – andernfalls werde die App schlichtweg abgedreht. Besagte Deadline sollte erst im September enden, wurde dann aber bis 12. November verlängert. Ein Deal mit dem Hardwarehersteller Oracle schien wahrscheinlich, ByteDance bat jedoch um eine weitere Verlängerung. Antwort gab es keine.

Nun teilte die App auf Twitter mit, seit zwei Monaten nichts mehr von der US-amerikanischen Regierung gehört zu haben. Man habe detaillierte Lösungsvorschläge eingebracht und versucht, den Forderungen des Präsidenten so gut wie möglich nachzukommen, habe jedoch keine bedeutende Rückmeldung darauf erhalten.

Weil nun niemand weiß, was genau eigentlich Sache ist, sah man sich bei TikTok gezwungen, einen Antrag bei Gericht einzureichen, der die App und ihre über 1.500 MitarbeiterInnen in den USA schütze. Man wolle dennoch weiterhin mit der Regierung zusammenarbeiten, heißt es. Die dürfte aktuell aber ganz gerade andere Sorgen haben.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Trump sein TikTok-Verbot zu vergessen scheint: Vor zwei Monaten behauptete er öffentlich, die Deadline für TikTok sei im September, obwohl er kurz zuvor die Verlängerung der Frist bis November unterschrieben hatte.