The Come Up Show / flickr

Zehntes Todesopfer: Neujähriger starb nach Astroworld-Tragödie

Medienberichten zufolge sind mittlerweile zehn Menschen bei der Astroworld-Tragödie gestorben – darunter ein neunjähriges Kind.

Am 5. November 2021 trat der Rapper Travis Scott beim Astroworld-Festival in Houston auf. 50.000 Menschen besuchten das Event – bei dem dichtem Gedränge kam es zu einer Massenpanik. Zehn Menschen starben, viele weitere BesucherInnen wurden verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert.

Nun wurde bekannt, dass auch ein neunjähriges Kind, das beim Konzert anwesend war, an den Folgen seiner Verletzungen verstarb. Weitere Astroworld-Todesopfer waren zwischen 14 und 27 Jahren alt. 

TRIGGERWARNUNG: In diesem Beitrag werden Szenen von Gewalt und Massenpanik beschrieben.

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Opfer "fast zu Tode gequetscht"

Laut "The Guardian" erlitt der neunjährige Ezra Blount schwere Verletzungen und wurde in die Notaufnahme gebracht. Blounts Vater – Treston Blount – beschrieb den Vorfall bei einem Spendenaufruf auf einer GoFundMe-Seite. Blount wollte für seinen Sohn Geld sammeln, um die medizinischen Kosten begleichen zu können.

Laut Blount habe der Neunjährige auf seinen Schultern gesessen, als plötzlich Massenpanik in der Menge ausbrach. Nachdem der Vater von den anderen BesucherInnen fast erdrückt wurde, verlor er das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam, war der kleine Junge weg – Blount konnte seinen Sohn schließlich im Krankenhaus wiederfinden. 

Der Neunjährige wurde ins künstliche Koma versetzt, nachdem er schwere Schäden am Gehirn, der Niere und Leber erlitten hatte. Laut einer Klage der Familie gegen Scott und den Veranstalter Live Nation soll das Opfer von anderen BesucherInnen zu Boden getrampelt und "fast zu Tode gequetscht" worden sein. 

Die Familie Blount fordert mindestens eine Million Dollar Schadenersatz. Laut dem Anwalt der Familie, Dan Crump, starb Ezra Blount am Sonntag im Kinderkrankenhaus in Houston.

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Strafrechtliche Untersuchung nach Astroworld-Tragödie

Die Polizei und Feuerwehr von Houston werten derzeit Überwachungsvideos aus, die vom Konzertveranstalter Live Nation zur Verfügung gestellt wurden. Zudem analysieren sie Videos, die von BesucherInnen in den Sozialen Medien geteilt wurden.

Die ErmittlerInnen wollen auch mit VertreterInnen von Live Nation, Musiker Travis Scott und sämtlichen KonzertbesucherInnen sprechen. Der Rapper und die Organisatoren der Veranstaltung stehen nun im Mittelpunkt einer strafrechtlichen Untersuchung.

In einem Tweet erklärte Travis Scott, dass er nach der Tragödie "absolut am Boden zerstört" sei. Seine AnwältInnen erklärten, dass der Rapper erst nach der Show von der Tragödie erfahren habe. Scott versprach, "mit der Gemeinde von Houston zusammenzuarbeiten" und "die Familien in Not zu unterstützen".