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#BlackLivesMatter: Dieser Mann nahm über 60 DemonstrantInnen in seinem Haus auf

Im Zuge der #BlackLivesMatter-Bewegung finden in den USA landesweite Proteste statt. DemonstrantInnen, die gegen die geltende Ausgangssperre verstoßen, werden verhaftet.

In den USA lassen die Demonstrationen, die die Polizeigewalt gegen Schwarze anprangern, nicht nach. Am Montagabend protestierte eine Gruppe von Menschen in Washington DC – trotz der verhängten Ausgangssperre ab 19 Uhr. Die Bürgermeisterin der Bundeshauptstadt Muriel Bowser betonte zuvor die Konsequenzen bei Verstößen gegen die Ausgangssperre: "Wenn ihr draußen seid, werdet ihr aufgehalten und verhaftet, es ist sehr wichtig, dass ihr zu Hause bleibt", so Bowser.

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Die besagte Gruppe demonstrierte gegen 21 Uhr noch immer im Stadtteil Northwest DC. Als sie von der Polizei angehalten wurde, soll es einigen Verhaftungen und zum Einsatz von Pfefferspray gekommen sein. Rahul Dubey bekam die Unruhen in seiner Straße mit und winkte die DemonstrantInnen, die sich in Sicherheit bringen wollten, in sein Haus hinein.

"Er dachte nicht an sich selbst. Er hat nur versucht, alle in Sicherheit zu bringen", so einer der Protestierenden gegenüber "AP News". Dubey erzählte, dass viele der DemonstrantInnen wegen des Pfeffersprays nicht sehen konnten und husteten. "Es hat zehn Minuten gedauert, bis sich die Lage beruhigt hat. Es waren zehn Minuten Terror", so Rahul Dubey. Er habe keine andere Wahl gehabt, als die Menschen in sein Haus zu lassen. "Die Leute wurden mit Pfefferspray attackiert und zu Boden geschlagen", erzählte Rahul Dubey gegenüber "BuzzFeed".

Einige der DemonstrantInnen filmten die chaotischen Szenen in Dubeys Haus. Zu sehen sind Menschen, die nach Luft ringen und ihre brennenden Augen mit Wasser kühlen. Eine der TeilnehmerInnen der Demonstration wollte verhindern, dass Missverständnisse entstehen und fragte Dubey, ob die Leute in sein Haus eingebrochen seien. "Nein, seid ihr nicht. Ich gebe euch Schutz und ihr könnt so lange bleiben, wie ihr wollt", so Dubey.

Die Fremden seien die ganze Nacht über in seinem Haus geblieben und hätten sich solidarisch verhalten. "Wir haben uns alle umeinander gekümmert. Später in der Nacht unterhielten wir uns darüber, warum die #BlackLivesMatter-Bewegung wichtig ist", sagte Dubey.

 

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