TVNOW / Arya Shirazi

Brände in Australien: Das Internet diskutiert darüber, ob das Dschungelcamp stattfinden soll

Ist es moralisch vertretbar, eine Unterhaltungssendung in einem Land zu drehen, in dem sich gerade eine Katastrophe abspielt?

Während in Australien Buschbrände toben, bereiten sich Trash-LiebhaberInnen auf ihr TV-Highlight des Jahres vor: Das Dschungelcamp. Schon vor einigen Tagen hat RTL verkündet, dass das Camp-Lagerfeuer dieses Jahr durch einen Gaskocher ersetzt werde, auch die Alarmsysteme und Evakuierungspläne wurden noch einmal auf den neuesten Stand gebracht. Rauchen ist nur mehr im Zentrum des Camps erlaubt und nur Teamchef oder Teamchefin dürfen ein spezielles Feuerzeug bei sich tragen.

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Je mehr sich die Lage in Australien verschärft, desto mehr Stimmen werden laut, die fordern, dass das Dschungelcamp in diesem Jahr nicht stattfinden solle. Diverse deutsche PolitikerInnen fänden es angemessen, die Sendung heuer nicht zu drehen – immerhin sei angesichts der Katastrophe eine gewisse Sensibilität angebracht.

Auch auf Twitter diskutieren UserInnen darüber, ob die Sendung gedreht werden solle. Die einen finden, dass in einem Land, in dem Menschen und Tiere gerade um ihr Überleben kämpfen, kein Platz für eine Spaßsendung wie “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” sei. Die anderen verstehen wiederum nicht ganz, warum man die Dreharbeiten absagen sollte, wenn sie die Lage in Australien nicht beeinflussen.

RTL denkt übrigens nicht daran, die Show abzusagen. Die Feuer seien hunderte Kilometer vom Drehort entfernt, wie es in einem Statement heißt.

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