Britney Spears: Dokumente enthüllen schockierende Details über Vormundschaft

Britney Spears: Dokumente enthüllen schockierende Details über Vormundschaft
Britney Spears wurde gegen ihren Willen festgehalten – und darf nicht mal die Farbe ihrer Küchenschränke auswählen.

In den vergangenen Monaten kamen immer mehr Erkenntnisse über die rechtliche Situation von Britney Spears ans Licht. Seit 2008 steht die Pop-Ikone unter der Vormundschaft ihres Vaters. 2020 erklärte sie, nicht mehr auftreten zu wollen, solange er ihr Vormund bleibt – und geht aktuell vor Gericht gegen ihn vor. Nun soll Britney Spears selbst aussagen.

Im Zuge des Verfahrens liegen der "New York Times" nun bislang unveröffentlichte Dokumente vor, die bestätigen, was viele Fans und AnhängerInnen der #FreeBritney-Bewegung jahrelang vermutet hatten.

Laut einem Transkript wurde Britney Spears im Jahre 2019 tatsächlich gegen ihren Willen in einer psychiatrischen Einrichtung festgehalten. Sie habe diese Maßnahme als Strafe dafür betrachtet, während einer Probe ihre eigene Meinung vertreten zu haben, heißt es.

Den Dokumenten zufolge sei sie außerdem gezwungen worden, mit hohem Fieber aufzutreten – für Britney Spears sei dies "einer der unheimlichsten Momente" ihres Lebens gewesen. Weiters habe sie bei einer geschlossenen Anhörung im Jahr 2019 vor Gericht ihre beruflichen Errungenschaften der letzten Jahre aufgezählt und dabei beteuert, dass mit ihr alles Ordnung sei.

Britney Spears versucht schon seit Jahren, auszubrechen

Außerdem versucht die Sängerin wohl nicht erst seit letztem Jahr, ihren Vater als Vormund loszuwerden: Laut den Dokumenten soll sie diesen Wunsch bereits 2014 geäußert haben. 2016 soll Britney Spears außerdem erklärt haben, dass die Vormundschaft ein Werkzeug zur Unterdrückung und Kontrolle ihrer Person sei.

Schon damals soll die Pop-Ikone gesagt haben, sie habe es satt, ausgenutzt zu werden. "Sie ist diejenige, die arbeitet und Geld verdient, aber alle Menschen um sie herum stehen auf der Gehaltsliste", schreibt ein Ermittler in Gerichtsdokumenten aus dem Jahr 2016.

Vormundschaft mit "sehr viel Angst" verbunden

Britney Spears habe dem Ermittler gegenüber außerdem geäußert, dass ihr Vater "besessen" von ihr sei und alles an ihr kontrollieren wolle. Es sei ihr nicht mal möglich, ohne seine Einwilligung Freundschaften zu schließen, heißt es. Der Einfluss des Vaters soll bis zur Gestaltung ihres Hauses reichen: Als die Sängerin etwa ihre Küchenschränke neu lackieren lassen wollte, habe ihr Vater es ihr verboten. Die Ausgaben wären zu hoch gewesen, heißt es.

Selbst als sie mit ihrer erfolgreichen Konzertreihe in Las Vegas Millionen verdiente, habe sie nur ein wöchentliches Taschengeld von 2.000 US-Dollar erhalten. Jegliche Fehler von Britney Spears' Seite wurden mit "sehr strengen" Konsequenzen bestraft, heißt es. Sie selbst soll gesagt haben, dass die Vormundschaft mit "sehr viel Angst" verbunden sei. 

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