APA - Austria Presse Agentur

Bryce Dallas Howard rät zu anderen Rassismus-Filmen

"Jurassic World"-Schauspielerin Bryce Dallas Howard (39), die in "The Help" eine rassistische Südstaatenfrau in den 1960er Jahren spielte, hat sich kritisch zu der Sichtweise des populären Films geäußert. Sie habe gehört, dass "The Help" (2011) derzeit der meist gesehene Film beim Streamingdienst Netflix sei, schrieb Howard in ihren sozialen Medien.

Sie schätze die vielen Freundschaften, die bei dem Dreh entstanden seien, doch es sei eine fiktionale Geschichte, "aus der Perspektive einer weißen Hauptfigur vorwiegend von weißen Erzählern geschaffen". Wir könnten alle mehr tun, resümiert der Hollywood-Star. Howard empfiehlt eine Reihe von "starken, wichtigen, meisterhaften" Filmen über Themen wie Bürgerrechtsbewegung und Rassentrennung, die zum Handeln anregen könnten. Unter anderem listet sie die Dramen "Just Mercy", "Malcom X" und "Selma" auf.

"The Help" nach der Bestsellervorlage der weißen US-Autorin Kathryn Stockett (dt. Titel "Gute Geister") schildert die Schicksale schwarzer Dienstboten und Kindermädchen in den Südstaaten. Der weiße Regisseur Tate Taylor erzählt die Geschichte aus der Sicht einer jungen Frau (Emma Stone), die sich als kritische Beobachterin von den anderen Society-Frauen abhebt.

Octavia Spencer holte mit ihrer Nebenrolle als schwarze Haushaltshilfe einen Oscar. Die Afroamerikanerin Viola Davis, die als Hauptrolle ein Kindermädchen spielte, bedauerte 2018 im Interview mit der "New York Times" ihre Teilnahme an dem Film. Am Ende sei es nicht wirklich um die Perspektive der Dienstboten gegangen, sagte Davis.

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