Screenshots via Instagram @iamcardib

Cardi B läuft vermummt durch Paris und wird gefeiert – Musliminnen werden dafür bestraft

"Also Cardi B darf ihr Gesicht und ihre Haut verhüllen, aber Musliminnen dürfen keinen Niqab tragen?"

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Cardi B ist bekannt für ihre ausgefallenen Outfits – für die Pariser Fashion Week hat sie sich nun in ein blumiges Ganzkörper-Ensemble des britischen Designers Richard Quinn geschmissen. In einem kurzen Video, das auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlich wurde, präsentiert sich eine von Kopf bis Fuß vermummte Cardi vor dem Eiffelturm:  "I'm here to serve it to you motherfuckers."

Der ungewöhnliche Look sorgte schnell für Aufsehen – vor allem unter Musliminnen, denen die Doppelmoral auffiel, mit der Cardis Look aufgenommen wird. In Frankreich herrscht seit 2011 ein Verschleierungsverbot, ähnlich dem Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz in Österreich. Musliminnen in Frankreich ist es daher nicht erlaubt, in der Öffentlichkeit eine Burka oder einen Niqab zu tragen.

Und während von offiziellen Seiten stets betont wurde, dass das Gesetz nicht auf eine bestimmte Gruppierung abzielt, sondern für alle gilt, scheint der Auftritt der vermummten Cardi B niemanden gestört zu haben.

Eine Twitter-Userin kommentiert: "Also für muslimische Frauen in Frankreich ist es illegal, einen Niqab zu tragen, aber wenn Cardi B zur Fashion Week ein Ganzkörper-Outfit trägt, dann wird das gefeiert?"

Auch "Game of Thrones"-Darstellerin Nathalie Emmanuel gibt ihre Meinung zur Debatte ab und schreibt: "Ich hoffe, das erinnert die Leute daran, dass Niqabs an öffentlichen Plätzen in Frankreich verboten sind und mit einer Geldstrafe von bis zu 150 Euro geahndet werden."