APA - Austria Presse Agentur

Daniel Brühl feiert seinen 41. Geburtstag

Für Daniel Brühl ist schon die Nominierung für einen Golden Globe eine besondere Auszeichnung gewesen. "Ich bin sprachlos, fühle mich sehr geehrt und bin so stolz auf unsere Show", sagte er im Dezember 2018 der dpa. Am Ende ist der Schauspieler, der am Sonntag 41 wird, bei der Preisverleihung im Jänner in Beverly Hills leer ausgegangen.

Brühl war als bester Hauptdarsteller in der Netflix-Mini-Serie "Die Einkreisung" (Originaltitel: "The Alienist") ins Rennen gegangen. Darin spielt er einen Kriminalpsychologen, der im New York des Jahres 1896 einen pädophilen Serienmörder jagt. Die Serie wird fortgesetzt.

Schon einmal hatte Brühl die Chance gehabt, den US-Filmpreis zu gewinnen, damals in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" im Formel-1-Drama "Rush - Alles für den Sieg" (2013), in dem er den im Mai gestorbenen österreichischen Rennfahrer Niki Lauda verkörperte. Beim Dreh lernte er ihn auch persönlich kennen, nach dessen Tod im Mai schrieb Brühl auf Instagram: "Es war total unprätentiös und unglaublich lustig. Ich habe viel von ihm gelernt und ihn tief bewundert."

Geboren 1978 als Daniel Cesar Martin Brühl Gonzalez Domingo in Barcelona und aufgewachsen in Köln, lebt Brühl heute mit Frau und Kind überwiegend in Berlin. Fühlt er sich als Spanier oder als Deutscher? "Meine Heimat ist Europa. Meine Zukunft ist Europa", bekräftigte er mit einem kurzen Video vor der EU-Wahl.

Manchmal fühle er sich aber ganz schön "deutsch". "Ich bin immer der Erste, der irgendwo ankommt", gab er vergangenes Jahr dem Magazin "GQ" in ein paar Fragen über Deutschland zu Protokoll. "Was extrem uncool sein kann - bei einem Abendessen oder bei Partys." Gleichwohl habe er durchaus auch ein südländisches Temperament. "Ich bin auch eine kleine Drama-Queen. Das ist das spanische Erbe. Früher habe ich am Set ab und zu Wutanfälle bekommen", bekannte er 2018 gegenüber der Zeitschrift "Cosmopolitan".

Eine Schauspielschule hat er nie besucht. Nach Schülertheater und ersten kleinen Rollen im Fernsehen fiel er der Kritik in "Das weiße Rauschen" positiv auf. "Good Bye, Lenin!" machte ihn dann zum gefeierten Schauspieler. Der Film erzählt von einem jungen Mann namens Alex (Daniel Brühl) aus Ost-Berlin, der für seine einige Monate nach der Wende aus dem Koma erwachte Mutter (Katrin Sass) die DDR weiterspielt und die Geschichte vom Fall der Mauer umschreibt.

Den internationalen Durchbruch brachte ihm 2009 der Part des Nazis Fredrick Zoller neben Christoph Waltz und Diane Kruger in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds". "Er hat uns allen die Tür aufgestoßen. Ich werde heute noch immer in den USA auf diesen Film angesprochen", sagte er dem "Stern". Große Produktionen wie "Casino Barcelona - Die Glückssträhne" (2012), "Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt" (2013), "The First Avenger: Civil War" (2016) oder "7 Tage in Entebbe" (2018) folgten.

Sein Privatleben hält Brühl weitestgehend unter Verschluss. Erst vergangenes Jahr wurde bekannt, dass er bereits 2016 seine Freundin Felicitas Rombold geheiratet hat, mit der er einen kleinen Sohn hat.

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