Screenshots via YouTube / MTV, Collage via k.at

Die 10 legendärsten Momente der VMAs

Die MTV Video Music Awards waren einst der zuverlässigste Nährboden für historische Pop-Momente. Wir blicken zurück.

Vor langer Zeit galt die jährliche Verleihung der MTV Video Music Awards als Fixtermin für Sternstunden der Popkultur. Performances für die Ewigkeit, skandalöse Outfits, Einzeiler, die bis heute tief in unserem kollektiven Gedächtnis verankert sind. Zeit, um auf die prägendsten VMA-Momente der Vergangenheit zurückzublicken.

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10. Beyoncé und ihr Babybauch (2011)

Nach einer gewohnt sensationellen Performance von "Love On Top" öffnete eine sichtlich stolze Beyoncé lässig ihr Pailletten-Jackett, um offiziell zu verkünden, was zu diesem Zeitpunkt eh schon alle wussten: Sie war schwanger. Beyoncés Babybauch-Enthüllung ist nicht nur streng genommen der erste Fernsehauftritt von Blue Ivy Carter, sondern auch ein kleines Stückchen VMA-Geschichte.

9. Miley, what's good? (2015)

Eine Phrase, die sich mittlerweile verselbstständigt und ihren Weg in den kollektiven Sprachgebrauch einer ganzen Generation gefunden hat. "What's good?" ist mit der Zeit so geläufig geworden, dass man manchmal vergisst, dass die Geburtsstätte dieses Sagers die VMAs 2015 waren.

8. Die Nacht der 100 Slim Shadys (2000)

Unterstützt von 100 Doppelgängern stürmte ein junger Eminem im Jahre 2000 die VMA-Bühne – und legte damit den Grundstein für die Karriere des erfolgreichsten Rappers aller Zeiten.

7. Lil' Kims Titte (1999)

 

Wenn ein Award-Show-Outfit auch 20 Jahre später noch als Halloween-Kostüm durchgeht, dann kann man ruhigen Gewissens sagen: Iconic.

6. It's Britney, Bitch (2007)

 

Nur wenige Monate nach ihrem öffentlichen Zusammenbruch sollte Britney Spears bei den VMAs 2007 schon wieder ein glorreiches Comeback hinlegen. Die erhoffte Wiederauferstehung blieb aus, stattdessen gab es Spott und Häme. Rückblickend betrachtet war der Auftritt sicher keine Höchstleistung – ein totales Fiasko, wie es ihr damals vorgeworfen wurde, sieht jedoch anders aus. So oder so: Unvergessen.

5. Fleisch-Couture (2010)

 

Lady Gaga musste gar nicht erst performen, um für einen legendären VMA-Moment zu sorgen. Ein Outfit allein reichte aus, um in die Geschichtsbücher einzugehen. Das Fleischkleid war übrigens echt – später wurde es wie Beef Jerky getrocknet und in der Rock and Roll Hall of Fame ausgestellt.

4. Imma let you finish... (2009)

Taylor Swift, damals noch mehr Country-Sternchen als Popstar, nimmt gerade den Award für das beste Video einer weiblichen Künstlerin entgegen, als Kanye West ihr plötzlich das Mikrofon aus der Hand reißt, um anzumerken, dass Beyoncé den Preis viel mehr verdient hätte. Die Geburtsstunde eines On-Off-Beefs, der über 10 Jahre andauern sollte.

3. Britney und ihre Schlange (2001)

Jetzt mal ehrlich: Britney ist die VMAs. Kein anderer Popstar hatte über die Jahre hinweg einen vergleichbaren Einfluss auf die Show. Die 2001er Dschungel-Performance von "I'm A Slave 4 U" samt riesiger Albino-Python um den Hals machte die damals erst 19-Jährige endgültig zur VMA-Gallionsfigur. 

2. Miley Cyrus' Twerkeinlage (2013)

Gerade als wir dachten, die goldenen Zeiten von MTV lägen längst hinter uns, kam 2013 eine hibbelige Miley Cyrus um die Ecke, rieb sich im fleischfarbenen Latex-Zweiteiler an Robin Thicke und bescherte uns damit den vielleicht unangenehmsten, aber eben auch legendärsten VMA-Moment der Neuzeit.

1. Der Kuss (2003)

Was sonst? Die Eröffnung der 20. Jubiläumsshow ist von vorne bis hinten ein einziger Triumph. Zuerst steckt man mit Britney Spears und Christina Aguilera zwei Pop-Prinzessinnen – und nicht zuletzt erbitterte Erzrivalinnen – in Brautkleider und lässt sie einen 80er-Jahre-Madonna-Auftritt reproduzieren, ehe die Queen of Pop höchstpersönlich auf der Bühne erscheint und ihre Jüngerinnen zum Hochzeitstanz bittet. Der Kuss zwischen Madonna und Britney wird zum MTV-Andachtsbild, X-Tinas Knutscher verliert sich zwischen einem völlig versteinerten Justin Timberlake und dem plötzlichen Hinzustoßen von Missy Elliott.

Ähnlich legendär wie die Performance selbst sind die prominenten Publikumsreaktionen, die vor allem ein Abbild ihrer Zeit sind: Da hätten wir zunächst ein unwahrscheinliches Doppel aus Avril Lavigne und Kelly Osbourne, die beide aussehen, wie der fleischgewordene EMP-Katalog, einen vollends zufriedenen Snoop Dogg, die originale "Queer Eye"-Truppe in völliger Ekstase über die Sensation, die sich gerade vor ihren Augen abspielt, generell Paris Hilton und Lindsay Lohan, eine extrem irritierte Mary J. Blige und Eminem, der bemüht scheint, möglichst unbeeindruckt zu wirken. Alles daran ist pures Gold. Wahrlich ein Moment für die Geschichtsbücher.