Für Apple sei es leicht möglich, die Nachrichten zu entschlüsseln

Mark Lennihan/AP/dapd

Ein Russe verklagt Apple, weil sein iPhone ihn "schwul gemacht" hat

Der Mann gibt an, das Unternehmen sei verantwortlich für seine Homosexualität – und fordert Schadenersatz.

Weil sein iPhone ihn schwul "gemacht" habe, verlangt eine Russe rund 14.000 Euro Schadenersatz von Apple. Der Mann wollte eigenen Angaben zufolge Bitcoin kaufen, stattdessen erhielt er jedoch GayCoin – eine Krypotwährung, die speziell für die LGBTIQ-Community entwickelt wurde. Mitgeschickt wurde eine Nachricht: "Don't judge until you try" – was der Kläger sich offenbar zu Herzen nahm.

In der Klage, die dem russischen Radiosender "Govorit Moskva" vorliegt, schreibt er: "Ich dachte: Wie konnte ich wirklich etwas verurteilen, ohne es jemals versucht zu haben? Also entschied ich, homosexuelle Beziehungen auszuprobieren. Jetzt habe ich einen festen Freund und weiß nicht, wie ich das meinen Eltern erklären soll."

Der Mann führt weiter aus, dass sein Leben sich maßgeblich zum Schlechten verändert habe und er nie wieder normal sein könne. Apple habe ihn durch Manipulation in die Homosexualität getrieben, was moralischen und psychischen Schaden angerichtet habe. Eine Million Rubel, umgerechnet rund 14.000 Euro, will er dafür von Apple

Homosexualität ist in Russland seit 1993 kein Verbrechen mehr, gesellschaftlich aber immer noch stark tabuisiert. 2013 wurde ein Gesetz eingeführt, das positive Äußerungen über Homosexualität in der Anwesenheit von Minderjährigen oder über das Internet verbietet.

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