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Gwyneth Paltrow: Ex-Mitarbeiterin verrät, wie toxisch Goop ist!

Ein Ex-Vorstandsmitglied von Goop berichtet auf Instagram, wie toxisch die Wellness-Philosophie des Unternehmens ist.

Elise Loehnen war sieben Jahre lang als Chief Content Officer (CCO) bei Goop angestellt. Das Unternehmen ist die Wellness-Marke von Schauspielerin Gwyneth Paltrow und konzentriert sich auf Themen wie Beauty, Wellness und Ernährung. Zudem verkauft Goop von Deko bis Sexspielzeug so ziemlich alles, was das Herz begehrt (Stichwort: die Vagina-Kerze, die wie Paltrows Intimbereich riechen soll). 

Nun erzählte Loehnen in einem Instagram-Video, wie "toxisch" sie die Unternehmenskultur und Markenphilosophie von Goop wahrgenommen hat. 

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Während Zeit bei Goop: Elise Loehnen über "verzerrtes" Körperbild

Elise Loehnen hat in ihrer Rolle als CCO den Goop-Podcast mitmoderiert und trat zudem auch in der Netflix-Show "The Goop Lab" auf. Im Oktober 2020 verließ sie das Unternehmen, um sich angeblich auf einen bevorstehenden Buchvertrag und neue Podcasts zu konzentrieren.

Loehnen und Paltrow haben sich anscheinend immer gut verstanden und gemeinsame Schnappschüsse auf Instagram geteilt, doch nun erzählt die Ex-CCO von Goop, wie "toxisch" sie die Praktiken der Wellness-Marke in Wirklichkeit findet. 

In einem kurzen Video berichtet Loehnen, wie sie während ihrer Zeit bei Goop jahrelang Diäten hielt, die wiederum dazu führten, dass sie ein ungesundes und "verzerrtes" Verhältnis zu ihrem Körper entwickelte. Loehnen erklärt, dass sie nach ihrer Kündigung bei Goop jegliche Art von Detox abgelehnt hat und es ihr dabei half, eine bessere Beziehung zu ihrem Körper aufzubauen. 

Während ihrer Zeit bei Goop habe Loehnen stets das Gefühl gehabt, sie müsse ihren Körper "bestrafen" und "unter Kontrolle bringen". Nach ihrem Austritt aus dem Unternehmen habe sie damit aufgehört, Entschlackungskuren oder Diäten zu halten:  "Ich esse seit zwei Jahren wie ein Teenager und genieße es, um ganz ehrlich zu sein", sagte die Autorin.

In der Bildunterschrift des Postings erklärt sie, dass es in vielerlei Hinsicht gesünder sei, sich eine Ernährung ohne Verbote zu erlauben. Zudem verspüre sie nicht mehr den Druck, als "42-Jährige, die zwei Kinder bekommen hat", einem bestimmten Körperbild entsprechen zu müssen. Sie habe zudem damit aufgehört, sich zu wiegen.

Die Autorin gehe nun einen neuen Weg, um sich um ihre Gesundheit und ihren Körper zu kümmern. Zwar würde sie weiterhin Ernährungskurse und -pakete ausprobieren, doch dieses Mal gehe sie es anders an. Loehnen habe endlich realisiert, dass sie ihren Körper mag und dankbar für ihn ist. 

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Kritik an Goop: niedrige Löhne und schlechtes Arbeitsklima?

Eine geheime Quelle berichtete gegenüber "BuzzFeed News", dass die ehemalige CCO nicht nur aufgrund neuer beruflicher Pläne von ihrer Position bei Goop zurückgetreten sei. Laut dem/der InsiderIn sollen sich einige MitarbeiterInnen darüber beschwert haben, dass Elise Loehnen eine "toxische Managerin" sei.

Zudem sollen laut der geheimen Quelle einige Goop-Angestellte Loehnens Video über die vermeintliche "toxische" Wellness-Kultur heuchlerisch finden, weil sie selbst eine große "Befürworterin" von Detox-Kuren gewesen sei und diese Praktiken auch bei Goop "vorangetrieben" habe. 

Doch neben der Kritik an Loehnen wurde auch Goop selbst häufig bemängelt: So wurde das Unternehmen im Februar 2018 mit einem heftigen Backlash konfrontiert, nachdem ein Artikel veröffentlicht wurde, in dem LeserInnen dazu ermutigt wurden, "ihr schlankstes Gewicht" anzustreben. 

Zudem wurde kritisiert, dass Goop Tipps von der prominenten Trainerin Tracy Anderson veröffentlichte, die unter anderem dazu aufforderte, Energieriegel anstatt Mahlzeiten zu essen, um schneller abnehmen zu können.

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Laut "Business Insider" soll auch das Arbeitsumfeld schlecht sein, da das Unternehmen angeblich 140 MitarbeiterInnen durch Entlassungen und Kündigungen verloren hat. Ex-Angestellte berichteten, dass das Gehalt zu niedrig wäre und in dem Unternehmen eine "Angstatmosphäre" sowie eine "Mean Girls"-Kultur herrsche. Andere behaupteten sogar, dass Paltrow "Lieblinge" unter ihren MitarbeiterInnen auswähle.