APA - Austria Presse Agentur

Harnaaz Sandhu aus Indien ist "Miss Universe 2021"

Die 21-jährige Harnaaz Sandhu aus Indien ist zur "Miss Universe 2021" gekürt worden.

Die Schauspielerin setzte sich in der Nacht auf Montag bei einer Live-Show in der israelischen Küstenstadt Eilat am Roten Meer gegen 79 Mitbewerberinnen aus verschiedenen Ländern durch. Die 70. "Miss Universe"-Wahl hatte um 3 Uhr nachts israelischer Ortszeit begonnen, um live in der Primetime des US-Fernsehens ausgestrahlt werden zu können.

Wegen der Corona-Pandemie durften bei der Show nur Zuschauer mit einem "Grünen Pass" anwesend sein - wenn sie entweder von einer Corona-Infektion genesen oder in den vergangenen sechs Monaten dagegen geimpft worden waren. Obendrein galt Maskenpflicht. Die Teilnehmerinnen und Mitarbeiter der Produktion waren nach Veranstalterangaben ebenfalls alle geimpft und mussten alle zwei Tage PCR-Tests machen.

Für dich ausgesucht

Als Moderator Steve Harvey verkündet, dass die 21-jährige Inderin "Miss Universe 2021" ist, gibt es für Sandhu kein Halten mehr. Sie geht in die Knie, schlägt sich eine Hand vor das Gesicht. Ihre Vorgängerin setzt ihr ein Diadem auf.

Die Schauspielerin Sandhu lässt sich nach Angaben der Veranstalter von der Arbeit des indischen Filmstars Priyanka Chopra Jonas inspirieren. Sie habe zudem mit ihrer Mutter, einer Frauenärztin, in Gesundheitscamps gearbeitet und dabei Frauengesundheit und menstruelle Hygiene propagiert, hieß es. In ihrer Freizeit tanzt die 21-Jährige gerne, macht Yoga, kocht, reitet und spielt Schach.

"Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen", riet Sandhu anderen jungen Frauen während der Show. "Komm raus, sprich für dich selbst, weil du dein Leben führst, du deine eigene Stimme bist. Ich habe an mich selbst geglaubt und deswegen stehe ich heute hier."

Für dich ausgesucht

Bei dem Wettbewerb zur "Miss Universe 2021" trat laut den Veranstaltern erstmals eine Kandidatin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Außerdem war demnach erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten wieder eine Kandidatin aus Marokko dabei.

Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnete Israel im September vergangenen Jahres ein Abkommen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Ende vergangenen Jahres einigte sich der jüdische Staat auch mit Marokko auf eine Normalisierung der Beziehungen.

Im Vorfeld der Veranstaltung gab es allerdings Kritik von verschiedenen Seiten: Die südafrikanische Regierung entzog der eigenen Kandidatin im November die Unterstützung, nachdem diese an der Wettbewerbsteilnahme in Israel festgehalten hatte. Südafrika hat Israel immer wieder wegen der Besatzung der Palästinensergebiete kritisiert.

In den vergangenen zwei Wochen empörten sich zudem in sozialen Netzwerken vermehrt im Ausland lebende Verwandte von Israelis. Diese können aktuell ihre Familien in Israel grundsätzlich nicht besuchen, weil das Land wegen der Omikron-Variante des Coronavirus Ende November die Grenzen für Touristen erneut geschlossen hatte.

Trotzdem konnten Teilnehmerinnen der "Miss Universe"-Show sowie "entscheidendes Personal" mit Spezialgenehmigungen danach noch ins Land kommen, wie die Veranstalter mitteilten. Eine Teilnehmerin wurde demnach nach der Ankunft in Israel zudem positiv auf das Coronavirus getestet.

Wegen der Corona-Pandemie konnten bei der Show nur Zuschauerinnen und Zuschauer mit einem "Grünen Pass" anwesend sein - also wenn sie entweder von Corona genesen sind oder in den letzten sechs Monaten dagegen geimpft wurden. Zudem galt eine Maskenpflicht. Die Teilnehmerinnen und Mitarbeiter der Produktion waren nach Veranstalterangaben alle geimpft und mussten alle zwei Tage PCR-Tests machen.

Die Infektionszahlen für das Coronavirus sind in Israel seit Wochen auf einem relativ niedrigen Stand. Allerdings gab es zuletzt Warnungen vor einem erneuten Anstieg der Zahlen und dem Beginn einer neuen Infektionswelle.