APA - Austria Presse Agentur

Harry und Meghan: Rückblick auf dreieinhalb stürmische Jahre

Der britische Prinz Harry und Herzogin Meghan haben mit der Entscheidung, ihre royalen Verpflichtungen aufzugeben, einen Sturm im Medienboulevard der Insel entfacht. Schon zuvor hat das Glamour-Paar immer wieder für Blätterrauschen gesorgt, vom ersten Date vor rund dreieinhalb Jahren bis zur Familiengründung, aber auch für viel Kritik - etwa am Umgang mit der Presse.

Juli 2016: Eine gemeinsame Freundin soll Harry und Meghan bei einem "Blind Date" in London miteinander verkuppelt haben. Über das geteilte Interesse an Wohltätigkeitsarbeit soll es sofort "gefunkt" haben.

November 2016: Harry lässt eine Verlautbarung veröffentlichen, die den Umgang von Teilen der britischen Presse mit seiner neuen Freundin scharf kritisiert. "Das ist kein Spiel - es ist ihr Leben und seines", heißt es aus dem Pressebüro des Prinzen.

27. November 2017: Harry und Meghan geben ihre Verlobung bekannt. In einem Interview mit der öffentlich-rechtlichen britischen Rundfunkanstalt BBC gesteht die ehemalige Schauspielerin ein, sie sei naiv gewesen in ihren Erwartungen, was es bedeute, der königlichen Familie anzugehören.

19. Mai 2018: Das Paar heiratet auf Schloss Windsor und firmiert nunmehr als Herzog und Herzogin von Sussex. Meghans Vater, Thomas Markle, kommt nach längerem öffentlichen Hin und Her nicht zur Trauung, Vater und Tochter gelten als zerstritten.

Oktober 2018: Fünf Monate nach der "Traumhochzeit" wird bekannt gegeben: Meghan und Harry erwarten ihr erstes Kind. Das Paar befindet sich auf seiner ersten Auslandsreise in Australien.

März 2019: Harry und Meghan ziehen um, vom Kensington-Palast in London - wo auch Prinz William und Herzogin Kate mit ihren drei Kindern leben - ins Frogmore Cottage in Windsor. Die Kosten für den Umbau der neuen Residenz sorgen für öffentliche Kritik. Gleichzeitig tauchen hartnäckige Gerüchte über eine Entfremdung der beiden Brüder auf.

6. Mai 2019: Das erste Kind des Paares, Archie, kommt zur Welt, der Geburtsort wird zunächst geheim gehalten, und auch sonst mehren sich die Anzeichen, dass sich die jungen Eltern von den monarchischen Gepflogenheiten distanzieren. So soll der kleine Bub keinen Titel tragen.

Juni 2019: Harry und Meghan geben bekannt, sich aus der mit William und Kate betriebenen wohltätigen Arbeit in der Royal Foundation zurückziehen. Stattdessen wollen sie ihre eigene Benefiz-Stiftung ins Leben rufen, Sussex Royal.

August 2019: Die Sussexes stecken herbe mediale Kritik ein, weil sie mit Privatflugzeugen auf Urlaub fliegen, obwohl Harry kurz zuvor verkündete, zum Wohle des Planeten nicht mehr als zwei Kinder haben zu wollen.

Oktober 2019: Harry räumt nach monatelangen Medienspekulationen Spannungen in seinem Verhältnis zu William ein. "Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden", sagt der 35-Jährige dem britischen Sender ITV in einem Dokumentarfilm. Im selben Monat verklagt Meghan die "Mail on Sunday", nachdem das Blatt einen von ihr an ihren Vater geschriebenen Brief veröffentlichte. Darauf attackiert Harry die Boulevardpresse in noch nie da gewesener Weise. Er wolle nicht länger stiller Zeuge des Leidens seiner Frau sein, schreibt der Prinz. "Ich habe meine Mutter verloren, und jetzt sehe ich, wie meine Frau den selben Mächten zum Opfer fällt."

November 2019: Das Paar gibt bekannt, Weihnachten nicht mit der königlichen Familie verbringen zu wollen. Stattdessen begeben sich die Sussexes auf einen sechswöchigen Urlaub in Kanada.

8. Jänner 2020: Harry und Meghan verabschieden sich aus der "Firma", wie sich die britischen Royals selbst nennen. Das Thema beherrscht sofort sämtliche Titelseiten in Großbritannien, und auch international ist der "Megxit" in aller Munde. Das Vorhaben des Paares, einen unerprobten Weg zu gehen, komme nach einem Jahr voller Spekulationen, dass sich die beiden mit ihrem Status quo nicht wohlfühlten, kommentiert die britische Tageszeitung "The Guardian".

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