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"Healing Girl Summer": Wir erklären euch den neuen TikTok-Trend

"Healing Girl Summer": Was hat es mit dem neuen TikTok-Trend auf sich? So hängt er mit Mental Health zusammen.

Nach "Hot Girl Summer": TikTok ist dafür bekannt, dass es immer wieder neue Trends etabliert und die in einer rasenden Geschwindigkeit verbreitet. Der neueste Trend? "Healing Girl Summer".

Dieser ist angelehnt an den "Hot Girl Summer". Hier geht es aber weniger darum heiß auszusehen, sondern viel mehr den Fokus auf sein Inneres zu legen und Mental Health zu priorisieren, wie "Bustle" und "Stylist" erklären. 

Wie beliebt "Healing Girl Summer" ist, kann man an den Aufrufen des Hashtags sehen: 73,5 Millionen Mal wurden Inhalte mit dem Hashtag angesehen – eine ganz schöne Menge! Wir klären auf, worum es bei dem Trend geht und ob er wirklich einen Nutzen hat. 

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Was ist der Auslöser für "Healing Girl Summer"? 

Gerade im Sommer hat man das Gefühl, dass man die vielen Möglichkeiten, die sich einem bieten, ergreifen muss. Hier eine Geburtstagsparty, da ein Open-Air-Event, da eine Wanderung, hier ein Picknick – Das kann ganz schön überfordernd sein. 

Der neue TikTok-Trend möchte entschleunigen und den Fokus wieder mehr auf einen selbst legen. So geht es um "Selfcare" und Selbstliebe, die vor allem eine Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten fordert. Man soll diese ergründen und so einen Heilungsprozess starten. 

Wir können nur "Bravo" sagen: Das ist doch mal ein Trend, der sinnvoll ist und dem man gerne beitritt. Es ist schön zu sehen, dass TikTok neben dem großen Unterhaltungs-Part auch Platz für solche wichtigen Themen findet. 

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"Healing Girl Summer"-Aktivitäten

Hier findet ihr eine Liste mit Aktivitäten, die laut den TikTok-UserInnern zu einem "Healing Girl Summer" dazugehören (können). Für jede/n sieht diese Liste natürlich ganz anders aus und ist komplett individuell, aber hier sind ein paar Punkte, die euch bei eurem "Heilungsprozess" inspirieren können: 

  • ein neues Buch lesen 
  • raus in die Natur gehen (und sich bewegen/ wandern) 
  • Journaling 
  • Pilates machen oder meditieren 
  • sich gesund ernähren 
  • ein Date mit sich selbst haben 
  • eine Pyjamaparty veranstalten 

Die Liste könnte endlos fortgeführt werden, aber ihr versteht den Sinn dahinter, oder? Also legt los und schreibt eure eigene "Healing Girl Summer"-Bucketlist. Die eigene Mental Health sollte nie zu spät kommen und irgendwo hintenangestellt werden, sondern immer Priorität haben. 

Bringt der "Healing Girl Summer" überhaupt irgendwas? 

Die Aktivitäten, zu denen der TikTok-Trend anregt, können wirklich etwas bewirken, wie Dr. Tara Quinn-Cirillo, die sich auf Mental Health und menschliches Verhalten spezialisiert hat, in ihrem Blog aufklärt: "Selbstfürsorge und Selbstliebe können sich positiv auf das Selbstwertgefühl auswirken und längerfristig dazu führen, dass Selbstverurteilung und Schuldzuweisungen oder Kritik abnehmen. Zeit zum Nachdenken kann ebenfalls von Vorteil sein." Klingt das nicht toll?

Gerade der Sommer bietet sich super als spirituelle Phase an. Doch woran liegt das? Dr. Quinn-Cirillo begründet das so: "Der Sommer hat etwas Besonderes an sich. Das Licht, die gute Laune, die Aktivitäten im Freien, die Verbindung mit der Natur - all das trägt nachweislich zur Verbesserung des Wohlbefindens bei."

Professionelle Hilfe

Wenn du mit akuten Problemen zu kämpfen hast, kannst du dich jederzeit an die Telefonseelsorge unter 142 wenden – rund um die Uhr erreichbar, kostenlos und anonym.

Die Psychiatrische Soforthilfe steht ebenfalls rund um die Uhr als Not- und Krisendienst unter der Rufnummer (01) 31330 zur Verfügung.

Auf der Website des Bundesverbands für Psychotherapie findet ihr noch mehr Notfallnummern für mehrere Bundesländer.

Wenn du eine Therapie in Anspruch nehmen willst:

Unkompliziert zur telefonischen Erstberatung: Außerdem gibt es eine psychotherapeutische Erstberatungs- und Info-Hotline. Sie ist ein kostenfreies, vertrauliches, professionelles und anonymes Angebot.

Du suchst einen kassenfinanzierten Therapieplatz? Hier erklären wir, wie du am schnellsten zu einem Therapieplatz kommst.

Die ÖH hat eine Kampagne für mentale Gesundheit von Studierenden gestartet. Mehr zu #talkaboutit findet ihr hier.