Das Herzogpaar von Sussex freut sich auf sein erstes Kind.

pps.at

Herzogin Meghan, Prinz Harry und die Medien: eine Hassliebe?

Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen nicht alles mit der Öffentlichkeit teilen und werden dafür kritisiert.

Prinz Harry und seine Ehegattin Herzogin Meghan sind der britischen Öffentlichkeit ein Dorn im Auge. Das hat unter anderem auch mit der neuen Dynamik in der Berichterstattung zu tun, die seit der Geburt ihres Sohnes Archie Mountbatten-Windsor entstanden ist. Die Geburt des Kindes wurde mit Spannung erwartet und diverse Boulevard-Medien spekulierten, dass Herzogin Meghan das Baby schon vor dem Geburtstermin bekommen hat. Das Paar entschied sich, sich nicht dem Druck der Presse zu beugen und beschloss, nur über eigene Kanäle gezielt Informationen mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Sie erstellten einen Instagram-Account, um so den Menschen von ihrem Familienleben oder Projekten zu berichten. Das führte zu einer Art Streit zwischen den Royals und der britischen Öffentlichkeit, allem voran dem Boulevard. Die Entscheidung des Paares, keine PressefotografInnen bei der Taufe zu erlauben, ist aus Sicht der Medien und der Bevölkerung eine weitere Eskalation. Für die Eltern, vor allem für Harry, ist diese Art der Message Control eine Form von Selbstschutz.

Diana und die Medien

Man erinnere sich an das schwierige Verhältnis von Harrys Mutter Prinzessin Diana und der Presse. Bilder, auf denen sie zu sehen war, hatten einen hohen Preis am Markt, weshalb sie auf Schritt und Tritt von FotografInnen verfolgt wurde. Prinzessin Diana wurde am 31. August 1997 von einer Horde Paparazzi auf Motorrädern verfolgt. Der Wagen, in dem sie saß, wurde gerammt, streifte die Tunnelwand, geriet ins Schleudern und fuhr gegen einen Pfeiler. Sie erlag den schweren Verletzungen.

Wächst man so wie Prinz Harry mit dieser Geschichte auf, ist es nur nachvollziehbar, dass man sich und die eigene Familie so gut wie möglich vor der Presse schützen will. Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen am Samstag daher keine Fotos bei der Ankunft an der Tauf-Kapelle erlauben und die Zeremonie gänzlich privat halten. Stattdessen werde das Paar einen Tag danach ein Foto auf Instagram posten, was eher dem Zeitgeist entspricht.

Mediale Hassliebe

Die Presse verhält sich zu Prinz Harry und Herzogin Meghan ähnlich wie zu Prinzessin Diana. Während Harrys Bruder William und dessen Frau Kate eher als das Paradebeispiel der Royals vorgeführt werden, sind Harry und Meghan genau das Gegenteil. Vor einer Woche wurden die Statistiken zu den Ausgaben der Royals veröffentlicht.

Daraus ging hervor, dass das Heim von Prinz Harry und Herzogin Meghan mit rund 2,7 Millionen Euro Steuergeldern saniert wurde. Die Schlagzeilen lauteten: "Britische Steuerzahler bezahlen Meghans Haus" oder "Reichlich Steuergeld für royales Domizil". Kurzum: Sie leben auf Kosten der SteuerzahlerInnen.

Doch genau genommen stimmt das nicht ganz. Denn für den Unterhalt und die Repräsentationspflichten der königlichen Familie bekommt das britische Staatsoberhaupt jährlich einen "Sovereign Grant", der als Prozentsatz der Gewinne des Crown Estate berechnet wird (für 2018/19 erwartete BBC eine Summe von 93,5 Millionen Euro). Zum Crown Estate gehören unter anderem Straßenzüge in London, Prachtbauten in Mayfair und St. James, Einkaufszentren, Ackerland, Meeresgrund und die Hälfte der britischen Küstenlinie.

Abgesehen vom royalen Vermögen sind Prinz Harry und Herzogin Meghan finanziell fast unabhängig. Dank Prinz Harrys Erbschaften, seinem Gehalt vom Militär und Meghan Markles Verdienst als Schauspielerin kommt einiges an Geld zusammen.

Bitte stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, um Ihnen eine optimale Nutzererfahrung zu ermöglichen. Alle Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.