APA - Austria Presse Agentur

Hollywood-Star Hugh Grant feiert seinen 59. Geburtstag

Der britische Schauspieler Hugh Grant hat den neuen Premierminister seines Heimatlandes, Boris Johnson, Ende August mit harschen Worten kritisiert. "Du wirst die Zukunft meiner Kinder nicht versauen. Du wirst die Freiheiten nicht zerstören, die mein Großvater in zwei Weltkriegen verteidigt hat", schrieb Grant auf Twitter als Reaktion auf einen Tweet von Johnson.

Grant, der am Montag seinen 59. Geburtstag feiert, ist erst spät Vater geworden. Mit seiner langjährigen Freundin und Berufskollegin Liz Hurley hatte er keinen Nachwuchs in die Welt gesetzt, dafür bekam er mit deren chinesischen Nachfolgerin Tinglan Hong 2011 eine Tochter und 2012 einen Sohn. Die ehemalige schwedische Fernsehproduzentin Anna Eberstein, die er im Mai vergangenen Jahres heiratete, obwohl er lange und wiederholt beteuert hatte, nicht an die Institution der Ehe zu glauben, ist Mutter seiner drei weiteren Kids.

"Ich denke, dass Kinder zu haben mich möglicherweise zu einem besseren Schauspieler gemacht hat", sinnierte Grant vor kurzem im Interview mit dem US-Magazin "Variety". Ob die Kleinen ihrem Dad nacheifern werden? Die älteren von ihnen habe er schon in Schulaufführungen gesehen. "Glücklicherweise zeigen sie kein Talent", sagte er, denn er kenne keine zufriedenen Schauspieler.

Sein eigenes schauspielerisches Können konnte der Frauenschwarm erstmals Anfang der 80er Jahre in einigen Fernsehproduktionen unter Beweis stellen. Mit der turbulenten Romanze "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" (1994) ist er dann über Nacht weltberühmt geworden. Er spielt darin den überzeugten Single Charles, der irgendwann doch mit einer Braut vor den Altar zieht - aber in letzter Sekunde kneift.

Den nächsten großen Treffer – wieder garniert mit jeder Menge trockenem, britischem Humor - landete er fünf Jahre später mit der romantischen Komödie "Notting Hill" (1999), in der er einen linkischen Londoner Buchhändler gibt, der sich in eine amerikanische Filmgöttin (Julia Roberts) verliebt. Ein weltweiter Erfolg, der dem männlichen Hauptdarsteller laut Online-Datenbank Imdb.com eine Gage von 7,5 Millionen Dollar (fast 6,5 Mio. Euro) einbrachte. Für seine Rolle als verwöhnter, reicher, aber lebensuntüchtiger Unternehmer im Liebesmärchen "Ein Chef zum Verlieben" (mit Sandra Bullock, 2002) soll er sogar 12,5 Millionen Dollar (gut 14,5 Mio. Euro) bekommen haben.

Ob als selbstgefälliger Verlagsboss in "Bridget Jones" (neben Renée Zellweger, 2001 und 2004), als abgehalfterter Popstar in "Mitten ins Herz - Ein Song für Dich" (mit Drew Barrymore, 2007) oder als New Yorker Anwalt in "Haben Sie das von den Morgans gehört?" (mit Sarah Jessica Parker, 2009) - in all diesen Produktionen konnte der gebürtige Londoner mehr als einmal seinen Dackelblick auf- und sein unwiderstehliches Lächeln einsetzen. Damit hat er regelmäßig die Herzen seiner weiblichen Fans zum Schmelzen bringen können. Er gilt nicht umsonst als "King of Rom Com", als König der romantischen Komödie.

Grant kann sich indes durchaus für Schurkenrollen erwärmen. "Es macht einfach mehr Spaß, und es ist beinahe therapeutisch für mich, meine böse Seite zu zeigen", sagte er Ende 2017 bei der Premiere des Familienfilms "Paddington 2" in Berlin. Grant stellt darin einen Schauspieler dar, der mit gemeinen Tricks an einen versteckten Juwelenschatz gelangen will.

Danach war er im Fernsehdreiteiler "A Very English Scandal" (BBC/Amazon Prime, 2018) zu sehen. Er verkörpert hier den schwulen Liberalen-Politiker Jeremy Thorpe (1929-2014), der sich während der 70er-Jahre in einer Affäre mit einem Stallburschen verhedderte und befürchten musste, dass Gerüchte um seine sexuellen Vorlieben seine Karriere gefährden könnten. Die Rolle brachte Grant bei den Golden Globe Awards 2019 eine Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie ein. Der Dreiteiler feiert am 19. September Premiere auf dem Sony Channel.

Für 2020 kündigt Imdb.com die Serie "The Undoing" mit Grant (neben Nicole Kidman) an sowie Guy Ritchies Gangsterfilm "The Gentlemen" an, das im Drogenmilieu angesiedelt ist.

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