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Inscope21: YouTube-Star spricht über seine Depressionen

Nicolas Lazaridis erzählte auf YouTube, dass er zurzeit mit Depressionen zu kämpfen hat.

YouTube-Star Inscope21 hat sich mit einem emotionalen Video bei seinen Fans gemeldet. Der 27-Jährige wurde erst vor Kurzem Vater und sollte eigentlich nur mit Glücksmomenten belohnt werden. Doch der YouTube-Star, der mit bürgerlichem Namen Nicolas Lazaridis heißt, erklärte nun, dass er an Depressionen leidet. 

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Inscope21 spricht über seinen emotionalen Zustand

Auf YouTube erklärt Inscope21, dass er von vielen Fans in letzter Zeit als "arrogant" wahrgenommen werde, da er "häufig auf Urlaub" sei und auch nicht mehr regelmäßig Videos veröffentlichen würde. "Ich lass euch seit 12 Jahren daran teilhaben, an den Dingen, die ich tu' – egal ob es Höhen oder Tiefen sind", berichtet der Twitch-Streamer weiter.

Inscope21 erklärt, dass er mit seiner Community durch dieses ehrliche Video noch mehr zusammenwachsen möchte, da das Leben manchmal auch "eklige Tiefen" habe: "In so einer Tiefe befinde ich mich gerade", sagt Lazaridis weiter. "Ich befinde mich in einer Depression."

Der YouTuber berichtet, dass er mit Zwangsgedanken zu kämpfen habe und es ihm weiterhin "unangenehm" sei, darüber zu sprechen. Er versichert seinen Fans, dass seine Urlaube nicht darauf hindeuten sollen, dass "er auf alles scheißen würde". Vielmehr hätte er die Reisen als "Flucht" empfunden. Das Reisen hätte ihm Glücksgefühle beschert, deswegen habe er sich ständig danach gesehnt.

Doch irgendwann war damit Schluss: "(...) bis ich in den letzten Monaten einfach so tiefst unglücklich war und so unzufrieden mit mir selber", erklärt Inscop21. Videodrehen habe ihm keine Freude mehr gemacht und im Endeffekt hätte sich Lazaridis gewünscht, dass er mehr Arbeit in sein Unternehmen gesteckt hätte, anstatt in Mykonos "zu saufen".

"Ich konnte einfach nicht", berichtet der 27-Jährige und blickt bedrückt in die Kamera. "Mir geht's einfach kacke."

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Inscope21 befindet sich in Behandlung

Nicolas Lazaridis erzählt weiter, dass er sich zurzeit in Behandlung befindet und spricht auch seinen FollowerInnen Mut zu, die vielleicht selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen haben: "So eine psychische Problematik ist absolut nicht zu unterschätzen. (...) Man fühlt sich wie in einer Sackgasse, in der man alleine ist. Aber glaubt mir, ihr seid nicht alleine. Redet mit euren Leuten darüber. Egal wie unangenehm dieses Thema ist."

Er appelliert an seine Fans, sich professionelle Hilfe zu suchen und sich "nicht besiegen zu lassen". 

Wer Selbstmordgedanken hat oder an Depressionen leidet, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen, Beratungsstellen oder Kliniken. www.suizid-praevention.gv.at