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Jameela Jamil spricht über ihre Depressionen

Jameela Jamil erzählte in einem Interview, dass ihre schweren Depressionen zu einem Selbstmordversuch geführt haben.

Die Schauspielerin, die für ihre Rolle in der US-Serie "The  Good Place" bekannt ist, enthüllte in einem Interview mit Jada Pinkett Smith und ihrer Tochter Willow Smith, dass sie unter schweren Depressionen litt. "Vor acht Jahren habe ich versucht, mich umzubringen, weil ich einen Nervenzusammenbruch hatte", so Jameela Jamil.

Es soll ihr zweiter Versuch gewesen sein, sich das Leben zu nehmen. "Ich dachte: 'Nun, ich werde es einfach wieder tun, wenn sich nicht etwas Großes ändert, wenn sich nicht alles ändert.' Ich beschloss, meinem Trauma auf den Grund zu gehen, was mich zu diesem Tiefpunkt gebracht hatte", erzählte die Schauspielerin. 

Schließlich, nachdem sie Hilfe in Anspruch genommen hatte, habe sie erkannt, dass sie depressiv war. "Meine Depression wurde durch unterdrückte Wut verursacht. Als mir das klar wurde, dachte ich: 'Okay, ich muss einfach alles komplett ändern'. Ich beschloss, nie wieder etwas zurückzuhalten", sagte Jamil. 

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Die Auseinandersetzung mit ihren Depressionen habe ihr insbesondere in ihrem Privatleben weitergeholfen. "Obwohl ich in der Öffentlichkeit stehe, war das eine sehr persönliche Reise für mich, nicht noch einmal den Versuch zu unternehmen, mich umzubringen", erzählte die Schauspielerin.

Jameela Jamil gestand auch, dass sie zum Zeitpunkt ihres Nervenzusammenbruchs an einer Lungenentzündung litt und überarbeitet war. "Ich war nicht in der Lage, mich hinzulegen und zu schlafen. Ich war auch DJane, also habe ich die ganze Nacht aufgelegt und bis zur Erschöpfung gearbeitet", so Jamil. Damals wollte sie sich keine Gelegenheit für ihre Karriere entgehen lassen und sei so ziemlich bald an ihre Grenzen gestoßen.

"Jede und jeder hat ein Limit, wie viel Scheiße man auf dieser Welt ertragen kann, meine Tasse an Scheiß lief damals über", sagte Jamil. Seitdem achte sie bewusst darauf, wie viel sie sich zumuten kann. 

Wer Selbstmordgedanken hat oder an Depressionen, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken.