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Jennifer Lopez spricht über #MeToo

Ein Regisseur hatte bei einer Kostüm-Anprobe für einen Film verlangt, ihre Brüste zu sehen.

Sechs der erfolgreichsten Schauspielerinnen der Welt bildeten kürzlich für "The Hollywood Reporter" einen Round Table, um ihre Erfahrungen in der Filmbranche zu diskutieren – und darüber zu sprechen, was sich für Frauen seit dem Skandal um Harvey Weinstein und die darauffolgende #MeToo-Bewegung verändert hat.

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Neben Scarlett Johansson, Renée Zellweger, Lupita Nyong'o, Awkwafina und Laura Dern nahm auch Superbowl-Popstar und überraschender Oscar-Geheimtipp Jennifer Lopez Platz am Tisch. Die "Hustlers"-Schauspielerin sprach dabei erstmals über ihre Erfahrungen mit übergriffigen Regisseuren und Machtmissbrauch.

Während einer Kostüm-Anprobe für einen Film, in dem sie sich auch nackt zeigen sollte, kam der Regisseur in den Ankleideraum und forderte, dass sie ihr Oberteil ausziehen solle, erinnert sich Lopez. Sie habe ihm entgegnet, dass sie sich nicht auf einem Filmset befänden und nicht drehen. "Ich habe Nein gesagt – zum Glück kam da die Bronx aus mir raus."

Mit im Raum sei eine Kostümdesignerin gewesen, die sich im Nachhinein bei ihr dafür entschuldigt habe, nichts gesagt zu haben. Auch der Regisseur habe sich später entschuldigt. Inzwischen habe sich jedoch viel verändert, darin war die Runde sich einig. Heute sei es für alle Beteiligten einfacher, zu erkennen, wann eine Situation unangebracht ist.

"Wir sind aufgestanden und wir haben gesagt: Wir wollen das nicht mehr, es ist schon viel zu lange so und es reicht", so Lopez. Positiv hob sie die aktuelle Entwicklung hervor, durch die Frauen mehr führende Rollen in der Branche übernehmen: "Wir haben Filme wie 'Hustlers', 'Little Women' und viele andere Filme mit Frauen in den Hauptrollen, wir produzieren, wir führen Regie, wir schreiben die Drehbücher und wir schneiden."