Justin Timberlake über Britney: "Niemand sollte eingesperrt werden"

Justin Timberlake über Britney: "Niemand sollte eingesperrt werden"
Nachdem sich der Streit um die Vormundschaft von Britney Spears immer weiter zuspitzt, meldet sich nun ihr Ex-Freund Justin Timberlake zu Wort.

Das erste Mal seit 13 Jahren äußerte sich Britney Spears in einer Anhörung zu ihrer Vormundschaft. 2008 wurde ihr Vater Jamie Spears dazu beauftragt, über ihre Person sowie Finanzen zu bestimmen und diese zu verwalten. Nun plädiert Britney Spears dafür, dass die Vormundschaft endlich beendet wird.

Dabei wird sie von zahllosen Fans und AnhängerInnen der #FreeBritney-Bewegung unterstützt – und auch von ihrem Ex Justin Timberlake, der selbst für seinen Umgang mit Britney Spears in der Kritik stand, nachdem die Doku "Framing Britney Spears" erschien.

Britney Spears äußert sich erstmals über die Vormundschaft 

Wie "Variety" veröffentlichte, erzählte die 39-Jährige in einer virtuellen Gerichtsanhörung am 23. Juni, dass ihr Vater die Vormundschaft "missbrauche" und er rechtlich "viel zu viel Kontrolle" bekam, über ihr Leben zu bestimmen. "Die Kontrolle, die er über jemanden hatte, der so mächtig ist wie ich, das liebte er. Er genoss es, seine eigene Tochter zu verletzen, 100.000 Prozent. Er hat es geliebt", hieß es in der veröffentlichten Abschrift der Anhörung. (Wir haben die gesamte Aussage übrigens hier auf Deutsch.)

Spears erzählte weiter, dass sie heiraten und ein Baby haben möchte, aber es ihr verboten wurde, ihre Spirale entfernen zu lassen. "Ich verdiene es, die gleichen Rechte zu haben wie jeder andere auch, indem ich ein Kind, eine Familie, irgendetwas von diesen Dingen habe", sagte die Sängerin.

Zudem gab Britney Spears an, dass sie "gezwungen wurde, auf Tournee zu gehen". Außerdem fühle sich der Popstar "traumatisiert" sowie "wütend". 2018 war Spears zuletzt im Gericht, um den Rechtsstreit über ihre Vormundschaft zu beenden, doch sie hatte damals nicht das Gefühl, dass "ihr nicht zugehört wurde". 

Justin Timberlake meldet sich auf Twitter 

Als Reaktion auf die Anhörung meldete sich Justin auf Social Media zu Wort, um Britney zu unterstützen. Wie "E! News" berichtet, waren die beiden von 1999 bis 2002 zusammen – sechs Jahre bevor ihre Vormundschaft begann. Timberlake twitterte, dass er und seine Ehefrau Jessica Biel hinter Spears stehen und der Sängerin "Liebe und absolute Unterstützung während dieser Zeit schicken". Der Popstar appelliert an die Gerichte und die Familie von Spears, "das Richtige zu machen" und "sie so leben lassen, wie sie leben möchte."

In einem weiteren Tweet hieß es: "Niemand sollte jemals gegen seinen Willen festgehalten werden oder jemals um Erlaubnis bitten müssen, auf alles zuzugreifen, wofür er/sie so hart gearbeitet hat."

Auch über die Tatsache, dass Britney Spears laut eigenen Angaben nicht selbstständig entscheiden dürfe, ihre Verhütung abzusetzen, gab der Sänger ein Kommentar ab: "Unabhängig von unserer Vergangenheit, ob gut oder schlecht, und egal wie lange es her ist – was mit ihr passiert, ist einfach nicht richtig. Keine Frau sollte jemals darin eingeschränkt werden, Entscheidungen über ihren eigenen Körper zu treffen."

Backlash für Justin Timberlake

In diesem Jahr war Timberlake verstärkter Kritik daran ausgesetzt, wie er Britney während ihrer Beziehung vor 20 Jahren behandelt hat. Nachdem Fans die Dokumentation "Framing Britney Spears" gesehen hatten, forderten sie, dass er sich entschuldigt.

"Ich habe die Nachrichten, Tags, Kommentare und Bedenken gesehen und ich möchte darauf antworten", schrieb Justin im Februar auf Instagram. "Ich entschuldige mich zutiefst für die Zeit in meinem Leben, in der meine Handlungen zu dem Problem beigetragen haben, in der ich unpassend reagiert habe oder mich nicht für das Richtige eingesetzt habe." 

Auch unter den aktuellen Tweets wird der Musiker erneut mit Kritik konfrontiert: "Die Tatsache, dass es so lange gedauert hat, bis du etwas gesagt hast, obwohl Britney buchstäblich deine Karriere aufgebaut hat? Heuchlerischer Aktivismus vom Feinsten", twitterte @renmoonlightbae. "Du bist buchstäblich einer der Gründe, warum diese ganze Sache überhaupt begonnen hat, aber okay Bro – versuche dich wie ein guter Kerl darzustellen, wenn dir das ein gutes Gefühl gibt", schrieb @danielarthurrr. 

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