APA - Austria Presse Agentur

"Lederkönigin" Hoermanseder nun auch vegan

Bei Marina Hoermanseder ist immer wilde Party angesagt. Die ausgelassene Präsentation der Herbst/Winter-Kollektion 2020 der aus Wien stammenden Designerin am Donnerstag in Berlin rückte aber auch ein bisschen das Öko-Gewissen in den Fokus: Die Models stapften durch einen dichten Dschungel aus sattgrünen Topfpflanzen, und den "Strap Skirt", einen ihrer Klassiker, gibt es jetzt in "vegan".

Der ursprünglich aus vielen Lederriemen zusammengesetzte, hautenge Rock ist nun auch ohne Tierhäute zu bekommen: Hoermanseder ließ das gute Stück aus "Ananas-Leder" fertigen, also aus einem alternativen Material, das aus den Blättern der tropischen Pflanze gewonnen wird.

Apropos öko: Gemäß dem "Nachhaltigkeitsgedanken" solle das üppige Grün, das den Laufsteg im Neuzeit Ost, einem ehemaligen Industriegelände in der Berliner Modersohnstraße säumte, nicht einfach entsorgt werden. Am Freitag werden die vielen Pflanzen n einem Pop-up-Verkauf veräußert, der Erlös werde einem guten Zweck gestiftet, ließ die Designerin wissen.

Wie immer bei Hoermanseder gaben sich prominente Gäste die Klinke in die Hand, viele in Mode der Wahlberlinerin gekleidet. Gesichtet wurden u.a. das Model Franziska Knuppe, die Moderatorin Cathy Hummels und die Schauspielerin Jasmin Wagner. Als "Queen of Fashion Week", die Königin der Modewoche, bezeichnete der Sänger Strify auf dem roten Teppich vor der Show die Wienerin, und auch der deutsche Designer Thomas Hanisch applaudierte seiner Branchenkollegin. Mit ihm gemeinsam hat Hoermanseder neben dem Hang zum Ausgefallenen in Lady Gaga einen berühmten Fan: Der Gesangsstar hat von beiden jungen Modemachern schon schräge Outfits getragen. Die Eltern der Designerin waren wieder angereist, die Mama trug stolz den schwarzen "Strap Skirt" aus "Pineapple-Leder" zur Schau.

Auf dem Laufsteg gab es viele riesige Schleifen zu sehen, dazu wogten reichlich Rüschen und Volants und lange Schleppen, vornehmlich in zarten Pastells wie Rosa und Gelb, aber auch in Schwarz. Viele Oberteile fielen durch stark betonte Schultern auf, und auch Marina Hoermanseder propagiert jene überdimensionalen, gebauschten Ärmel, die jüngst die A-Riege der Hollywood-Damen bereits über rote Teppiche getragen hat. Als Kontrast gab es äußerst knappe Outfits in Lederoptiken und mit Glitzerpailletten. In anderen Entwürfen schillerten die Models wie in bunte Folie verpackt. Außerdem erhielt man Ein- und Ausblicke auf die Kooperation Hoermanseders mit Österreichs bekanntestem Wäschehersteller. Ihre Zusammenarbeit mit Palmers war vergangenen Sommer bekanntgegeben worden.

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