APA - Austria Presse Agentur

Matt Damon erntet Twitter-Shitstorm nach homophobem Schimpfwort

Neben dem US-Kinostart seines neuen Justizthrillers "Stillwater" sorgt Matt Damon auch mit einem Interview für Aufsehen.

Am 31. Juli erschien in der "Sunday Times" ein Interview mit Matt Damon, das für Aufsehen auf Twitter sorgte. Der "Stillwater"-Star sprach über den Stimmungswechsel in Hollywood und den "Wechsel der modernen Maskulinität“. Im Zentrum des Shitstorms gegen Damon stand eine Geschichte, die er über sein Verhältnis zu einem homophoben Schmipfwort (auf Englisch oft als "F-Word" bezeichnet) erzählte.

"Ich habe vor Monaten einen Witz gemacht und wurde von meiner Tochter zurechtgewiesen. Sie ist aufgestanden und hat den Tisch verlassen. Ich habe gesagt, dass es ein Witz war, den ich im Film 'Stuck on You!' gesagt habe. Sie ist in ihr Zimmer gegangen und hat ein langes und wunderschönes Pamphlet geschrieben, weshalb dieses Wort gefährlich ist. Ich habe daraufhin beschlossen, das Wort nicht mehr zu verwenden", sagte Damon.

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Focus Features

Neuer Umgang

Damon hat gemeinsam mit seiner Frau Luciana Barroso drei Töchter im Alter von 15, 12 und 10 Jahren. Welche von ihnen das Pamphlet geschrieben hat, wollte der Hollywood-Star jedoch nicht verraten. Er ergänzte auch, warum er das Wort noch immer verwendet hatte.

"Das Wort, über das sich meine Tochter beschwert hat, wurde während meiner Kindheit ständig benutzt und hatte eine andere Konnotation".

Shitstorm

Nach der Veröffentlichung des Interviews wurde Damon auf Twitter kritisiert. Vor allem die Tatsache, dass er das Schimpfwort bis vor wenigen Monaten noch gebraucht hatte, stieß UserInnen böse auf. "Parks and Recreation“-Darsteller Billy Eichner stellte die Frage, welches Wort Damon denn nun stattdessen verwenden würde.

Damon selbst scheint jedoch während des Interviews einen Shitstorm erahnt zu haben. "Vor 20 Jahren haben JournalistInnen mehr auf die Musik als auf den Text geachtet. Heute werden Sätze analysiert, um sie in einen neuen Kontext zu stellen, damit man eine gute Überschrift hat. Jeder braucht Clicks. Früher war es egal, was ich gesagt habe, weil es nicht in die Nachrichten kam. Aber vielleicht ist dieser Wandel eine gute Sache. Ich halte deshalb immer öfters meinen Mund", fügte Damon hinzu.