APA - Austria Presse Agentur

MontanaBlack vor Twitch-Aus? Marcel Eris gibt Abschied bekannt

Kehrt Deutschlands "Streaming-König" dem Internet den Rücken zu? MontanaBlack kündigte eine Auszeit auf unbestimmte Zeit an.
Selma Tahirovic Selma Tahirovic

Dem Twitch-Streamer MontanaBlack geht offenbar gar nicht gut. Am 19. Februar verkündete der Internet-Star, der mit bürgerlichem Namen Marcel Eris heißt, dass er sich auf unbestimmte Zeit aus der Öffentlichkeit zurückziehen möchte.

Über vier Millionen Menschen folgen dem Deutschen auf Twitch. Auch auf YouTube hat Eris knapp drei Millionen FollowerInnen. 

Für dich ausgesucht

"Bin am tiefsten Punkt meines Lebens angekommen"

Der 33-Jährige ist in den letzten Wochen mit seiner Inaktivität im Netz aufgefallen. Der Deutsche aus Buxtehude meldete sich auf Twitter bei seinen Fans und schrieb, dass er "am tiefsten Punkt seines Lebens" angekommen sei. Nicht nur psychisch, sondern auch körperlich.

"Es sind einige Sachen passiert, außerhalb des Internets", schrieb Eris weiter. Er werde Zeit brauchen, "um wieder der Alte zu werden". Wann und ob er wieder ins Netz zurückkehren wird, weiß der Twitch-Star selber noch nicht. 

Schon in den Wochen davor fiel den UserInnen auf, dass der Streamer immer unregelmäßiger online war. Sein letzter Twitch-Stream war am 13. Februar – wenige Tage zuvor twitterte er, dass er bald die erste Vollnarkose vor sich hat. Welchem Eingriff sich Eris unterzog, war nicht bekannt. 

YouTube-Kollege Unge erklärte ebenfalls auf Twitter, dass es in nächster Zeit keine neuen Folgen ihres gemeinsamen Podcasts "Chatgeflüster" geben wird. "Alles Gute, Monte", schrieb der 31-Jährige als Reaktion zu Eris' Statement über seinen Rückzug.  

Für dich ausgesucht

Rückzug wegen Kritik im Netz?

Der Streamer ist in seiner Vergangenheit immer wieder wegen sexistischen oder beleidigenden Kommentaren aufgefallen. Zuletzt machte Eris Schlagzeilen, weil er in einen NFT-Skandal verwickelt war.

Laut dem Games-Magazin "Mein MMO" verloste der Streamer einen NFT, der einen Affen in Nazi-Uniform zeigt. Dem Streamer wurde vorgeworfen, dass er damit den Nationalsozialismus verharmlosen würde. 

Er soll außerdem einen NFT verlost haben, der zu einer betrügerischen Masche gehören soll. In einem Statement auf Twitter erklärte der Streamer, dass er in Zukunft die Finger von NFT-Verlosungen lassen möchte.  

Wer Selbstmordgedanken hat oder an Depressionen leidet, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen, Beratungsstellen oder Kliniken.