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Diese 3 InfluencerInnen mischen die österreichische TikTok-Szene auf

Diese drei InfluencerInnen sorgen vor allem durch TikTok-Videos mit Österreich-Bezug für Lacher.

Kurzvideos auf TikTok und Reels auf Instagram boomen bekannterweise – und sie werden von vielen UserInnen als Sprachrohr für die verschiedensten Themen verwendet. Besonders im Comedy-Bereich werden die Videos immer beliebter.

Wir haben mit drei InfluencerInnen gesprochen, die uns erzählen, was sie dazu inspiriert hat, diese Art von Content zu kreieren, was ihnen daran besonders Spaß macht und wie sie mit Hate im Netz umgehen. 

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@toxische_pommes

Irina folgen über 34.000 Menschen auf TikTok. In ihren TikTok-Videos und Instagram-Reels nimmt sie gerne Wiener Bobos auf dem Arm, behandelt Themen wie Dating oder das Arbeitsleben und stellt auch häufig lustige Situationen nach, die vor allem Menschen aus der Balkancommunity kennen.

@toxische_pommes fing 2020 mit dem Aufnehmen der TikTok-Videos und Reels an, nachdem sie sich eine Auszeit von der Arbeitswelt genommen hatte: "Ich hab mir einfach ein Profil gemacht und Videos über Dinge gedreht, die mich aufregen", so die Influencerin gegenüber k.at. 

Der Wienerin macht es vor allem Spaß, beim Dreh in "andere Rollen" zu schlüpfen – "vor allem in Rollen von BeamtInnen", stellt @toxische_pommes klar. In die Videos investiert sie laut eigenen Angaben nie mehr als zehn Minuten: "Es ist ein bisschen so, wie Selbstgespräche zu führen", gibt Irina zu und lacht. 

Da Irina so viele Menschen auf Social Media folgen, bekommt sie manchmal auch negative Kommentare oder Reaktionen auf ihre Videos. Sie versucht den Hate so gut wie möglich zu ignorieren: "Ein Freund hat mir einmal empfohlen, Kommentare nur bis zur Hälfte zu lesen", sagt die TikTokerin. "Wenn sie danach negativ werden, höre ich auf weiterzulesen" –  so kann sie auf ihre psychische Gesundheit achten. 

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@brumanrockner

Auch Bruman hat sich auf TikTok eine Fanbase von 88.000 UserInnen aufgebaut. Der Influencer erzählt uns, dass er sich im Lockdown TikTok heruntergeladen hat, um Videos zu drehen. Er nutzt die App vor allem dafür, "um Leute zum Lachen zu bringen." @brumanrockner zieht vor allem mit seiner Reels- und TikTok-Reihe "Wörter, die ma am Oasch gehn" die deutsche Sprache durch den Kakao. Doch auch Anekdoten aus dem österreichischen Alltag sowie lustige Begebenheiten behandelt der TikToker in seinen Videos. 

"Je größer meine Reichweite allerdings wird, desto mehr nutze ich meine Videos aber auch, um über für mich wichtige Themen wie LGBTQI und Rassismus aufzuklären, sowie Bewusstsein zu schaffen", erzählt er gegenüber k.at.

Doch auch er hat mit Hass im Netz zu kämpfen: "Hate bekomm ich leider sehr oft, aber ich habe gelernt, mich mehr mit den positiven Aspekten von Social Media zu beschäftigen. Das war anfangs nicht einfach, aber mittlerweile ist das ein sehr guter Weg, der für mich funktioniert", erklärt der Influencer weiter. 

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@wurstaufschnitt

Mehr als 23.000 FolloerwInnen verfolgen den Content, der von @wurstaufschnitt regelmäßig auf TikTok gepostet wird. Lionel wird vor allem durch Situationen im Alltag oder in der Arbeit für seine Videos inspiriert. Dabei macht er sich gerne Mal über die österreichische Politik lustig, doch behandelt auch ernstere Themen wie Homophobie, Diskriminierung und Alltagsrassismus.

"Schlussendlich überlege ich mir eine Message, um meine Videos mit einer gesellschaftskritischen Komponente zu erweitern", erzählt @wurstaufschnitt gegenüber k.at. Für den Influencer sind die TikTok-Videos und Instagram-Reels mittlerweile ein "kreatives, humoristisches Hobby" geworden. 

Lionel hat sogar das Gefühl, dass das Drehen der Reels und TikTok-Videos eine "Art therapeutische Wirkung" auf ihn hat: "Ich kann unter dem Deckmantel von Satire das aussprechen, was sich manche Menschen meistens denken, aber sich nicht trauen laut auszusprechen. Ich habe gemerkt, dass mir das gut tut und ich so eventuell unangenehme Dinge, die mir widerfahren, in Form eines Videos verarbeiten kann", erklärt @wurstaufschnitt weiter, der durch TikTok auch sehr viele neue FreundInnen kennengelernt hat.

"Es sind Leute, die oftmals ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und das verbindet sehr stark", sagt @wurstaufschnitt.

Auch @wurstaufschnitt bleibt nicht vor Hass im Netz verschont: "Ich erhalte sehr viele Hate-Kommentare, vor allem bei Videos, die polarisieren. Ich nehme solche Kommentare jedoch nie ernst", sagt der TikToker. Er ist der Meinung, dass man nur durch "Personen verletzt werden kann, mit denen man in einer persönlichen Beziehung steht."  

Da die Hate-Kommentare meist von für ihn unbekannten UserInnen verfasst werden, schafft er es, diese weitgehend zu ignorieren. "Manchmal kann ich es mir aber nicht verkneifen, auf ironische Art und Weise auf solche Kommentare zu reagieren, indem ich direkt antworte oder die Funktion der TikTok-Video-Antwort verwende. Meine FollowerInnen finden dies offenbar auch witzig", erzählt Lionel abschließend.