APA - Austria Presse Agentur

Piers Morgan auf Twitter gehackt: Seitenhiebe für Queen & Co.

Der britische TV-Moderator Piers Morgan wurde auf Twitter gehackt. Fremde verbreiteten vulgäre Nachrichten in seinem Namen.

Verwirrung am ersten Arbeitstag nach Weihnachten: Twitter-NutzerInnen staunten nicht schlecht als der Twitter-Account des britischen TV-Moderators Piers Morgan plötzlich vulgäre Seitenhiebe auch an Prominente verteilte. Der Brite mit Hang zu Trump dürfte Hackern zum Opfer gefallen sein, welche die beleidigenden Nachrichten veröffentlichten.

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Unschöne Worte für die tote Queen

"Mirror" zufolge begann der infragestehende Account @PiersUncensored in der Nacht auf den 27. Dezember für den Journalisten untypische Nachrichten zu veröffentlichen. Darunter auch beleidigende Worte, die sich etwa gegen die verstorbene Queen, den britischen Sänger Ed Sheeran oder ehemaligen Premierminister Boris Johnson richten.

Mittlerweile scheint wieder alles in Ordnung zu sein. Die fremd verfassten Tweets wurden gelöscht und der übliche Zustand seines Profils wiederhergestellt. Die Reaktionen auf den Hack fallen verschieden aus. Morgan ist bekannt für seine konservative Einstellung, seine Unterstützung von Trump und seine lautstarke Kritik an Herzogin Meghan. Interessanterweise enthielten viele der Tweets einen Bezug zu Somalia, einem Land am ostafrikanischen Horn.

Wer steckt hinter dem Hack?

Nach über einer Stunde des Schabernacks war der Spaß vorbei, Twitter-ModeratorInnen setzten der Tirade ein Ende. Zu dem Angriff bekannte sich eine Gruppe, die sich selbst nur "the chuckling squad" nennt. Derselbe Name fiel vor etwa drei Jahren, als eine Reihe von YouTuberInnen und InfluencerInnen auf sozialen Medien gehackt wurden. Dabei wurde auch Twitter-Gründer Jack Dorsey zum Opfer.

Auch Jason Derulo dürfte die Gruppe hinters Licht geführt haben. Im Jänner 2021 berichtete "inverse.com" über die Gruppe und deren Angriff auf den Sänger. Auch Mariah Carey soll die Gruppe bereits angegriffen haben.

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Seitdem wir, bedingt durch die Entwicklungen der letzten Jahre, vermehrt Zeit vor dem Bildschirm verbringen, fürchten Experten laut "ComputerWeekly" einen Anstieg an Cyberkriminalität. Der anfälligste Bereich der Cybersicherheit sind demnach wir selbst: unsichere Passwörter, leichte zu beantwortende Sicherheitsfragen und Naivität im Internet sorgen für Sicherheitslücken, welche Fremden den Zugang zu immer kritischerer Information ermöglichen.