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Playboy-Doku: Erneut Vergewaltigungsvorwürfe gegen Hugh Hefner

Eine weitere Frau warf dem verstorbenen Hugh Hefner vor, von ihm vergewaltigt worden zu sein.

Triggerwarnung: In diesem Beitrag wird sexueller Missbrauch behandelt.

In der zehnteiligen Doku-Reihe "Secrets of Playboy" kommen Frauen und ehemalige MitarbeiterInnen zu Wort, die über das Leben in der Playboy-Mansion berichten.

Die Dokumentation wird in den USA aktuell auf dem Sender A&E ausgestrahlt, im deutschsprachigen Raum ist "Secrets of Playboy" ab dem 12. Mai auf Crime + Investigation zu sehen. In der jüngsten Folge wurden nun erneut schockierende Enthüllungen über Hugh Hefner bekannt. 

Wie "People" berichtet, sprach in der aktuellen Folge der Doku ein weiteres vermeintliches Opfer des Verlegers, das angeblich von Hefner vergewaltigt wurde. In der zehnten Folge wurden die angeblichen Vergewaltigungen der ehemaligen Playmates Dorothy Stratten und Susie Krabacher thematisiert. So habe Hugh Hefner stets Sex als Gegenleistung für den Zugang zur Playboy-Welt erwartet und sogar gefordert.

Nun behauptet auch Audrey Huskey, dass auch sie eine der zahllosen Frauen ist, die missbraucht wurden.

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Wurde Huskey nach einem Fotoshooting vergewaltigt?

Audrey Huskey erzählte in der Dokumentation, dass sie 1994 nach Los Angeles eingeladen wurde, um Fotos für das "Playboy"-Magazin zu machen. Hugh Hefner war damals mit Kimberley Conrad verheiratet. Sie soll den Verleger überzeugt haben, seine polyamoröse Lebensweise aufzugeben und mit ihr monogam zu werden. Laut Huskey war Conrad zum Zeitpunkt ihres Besuchs nicht in der Stadt. 

Nach dem Shooting lud Hefner das Model in sein Schlafzimmer ein, um mit Huskey die Fotos durchzugehen. "Ich saß unten an der Treppe und überlegte, ob ich nach oben gehen sollte oder nicht", erinnerte sich die Frau. Schließlich entschied sie, dass sie sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen konnte. "Ich hatte nicht die geringste Ahnung, dass irgendetwas Schlimmes passieren würde", erklärte die Betroffene weiter. 

Hefner soll Huskey die Fotos gezeigt, sie danach zu seinem Bett geführt und einen Joint angezündet haben. Danach zog er sich laut Huskey die Hose aus – und legte sich auf sie. Laut dem Model ging alles "so schnell" und es war wie "erstarrt": "Ich habe nichts gesagt. Ich habe ihm keine Erlaubnis gegeben. Was hätte ich denn tun sollen? Wenn ich Nein gesagt hätte, hätte er dann aufgehört? Ich weiß es nicht", sagte Huskey. 

Nachdem Hefner die Frau vergewaltigt haben soll, begleitete er sie zum Gästehaus: "Ich wusste nicht, was ich in dieser Nacht denken sollte. Ich weinte mich in den Schlaf. Das ist kein Märchen, das ist nicht das, wofür ich mich gemeldet habe", erklärte sie weiter. 

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Huskeys Fotos sind nie im "Playboy" erschienen

Audrey Huskey erklärte in der Dokumentation, dass sie unglaubliche Angst hatte: "Ich dachte, ich würde in Schwierigkeiten geraten – es ist sein Haus, seine Macht, sein Unternehmen, also muss ich einfach meinen Mund halten und nach Hause gehen."

Am nächsten Tag soll sich das Model so "gelähmt" gefühlt haben, dass es "nicht aus dem Bett" kam und ein zweites Fotoshooting für den "Playboy" absagte. Als sie nach Hause zurückkehrte, erhielt sie einen Brief: "Es war ein Kündigungsschreiben", erklärte Huskey. Ihre Fotos sind nie in der Zeitschrift erschienen.

Audrey Huskey erzählte weiter, dass Hefners Frau von dem Vorfall erfuhr und das Model fragte, ob es "freiwillig" ins Schlafzimmer gegangen sei oder von dem Verleger eingeladen wurde.

"Natürlich hat er mich eingeladen", sagte Huskey, "aber das habe ich ihr nicht gesagt. Ich wollte ihn nicht in Schwierigkeiten bringen. Das ist so verrückt. Ihm war es egal, was mit mir geschah, und ich habe ihn beschützt. Das war's dann. Ich wurde weggeworfen und hielt meinen Mund."

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Die Betroffene habe Jahre gebraucht, um den angeblichen Übergriff zu verarbeiten. "Es verändert einen", sagte sie in der Show, "besonders die Art und Weise, wie man Männern erlaubt, einen sexuell zu behandeln. Und ich habe lange gebraucht, um das alles zu verarbeiten".

In der Serie machte Huskey klar, dass sie ihre Geschichte nicht erzählt habe, um Ruhm zu erlangen. Sie hofft, dass sie endlich Frieden finden kann, nachdem sie dieses Geheimnis so lange für sich behalten hatte. "Ich wünschte, ich hätte schon vor langer Zeit den Mut gehabt, etwas zu sagen", sagte das Model.

Falls dir oder einer Person in deinem Umfeld Gewalt oder Missbrauch widerfährt, dann rede mit einer Vertrauensperson in deiner Nähe darüber oder wende dich an ExpertInnen sowie Beratungsstellen: