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Playboy-Doku: Wurde der Missbrauch von zwei Frauen vertuscht?

In der dritten Folge der Doku über die Playboy Mansion wird behauptet, dass der Missbrauch von zwei Models vertuscht wurde.

TRIGGERWARNUNG: In diesem Beitrag werden Gewalt und Missbrauch erwähnt.

Die zehnteilige Dokumentation "Secrets of Playboy" erhebt schwere Anschuldigungen gegen den Playboy-Gründer Hugh Hefner und sein Team. So wurde in der dritten Folge mit dem Titel "The Bunnies and the Clean-Up Crew" behauptet, dass die Angestellten aufgefordert wurden, sexuelle Übergriffe zu vertuschen.

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Entführte Playboy-Bunnys 

Wie "People" berichtet, erklärte die ehemalige Playboy-Angestellte PJ Masten, dass sie gezwungen wurde, Teil der "Playboy-Aufräum-Crew" zu sein und die mutmaßliche Vergewaltigung und Entführung von zwei Playboy-Bunnys zu vertuschen.

Masten erklärte, dass sie als "Bunny-Mutter" in der Lage war, neue Frauen einzustellen. Darunter waren auch zwei Schwestern, die von Masten angeheuert wurden. Eines Abends sollen die beiden Frauen in einen Club gegangen sein, wo sie den Moderator Don Cornelius trafen. Cornelius war ein VIP-Gast der Mansion – er habe die Schwestern zu einer Party in seinem Haus eingeladen, heißt es. 

Masten zufolge sollen die Frauen drei Tage lang nicht mehr gesehen worden sein. "Wir wussten nicht, wo sie sind", erklärte die ehemalige Mitarbeiterin. Angeblich wurden die Schwestern während dieser drei Tage vergewaltigt, geschlagen, unter Drogen gesetzt und misshandelt.

Eine der Schwestern konnte entkommen und soll die "Bunny-Mutter" in der Playboy Mansion angerufen haben. Die Frau behauptete, dass sie und ihre Schwester in Cornelius' Haus festgehalten worden seien. Joe Piastro, der Sicherheitschef von Playboy, soll die Frauen daraufhin abgeholt und "blutverschmiert, misshandelt und unter Drogen gesetzt" vorgefunden haben.

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Vertuschungen von Missbrauchsfällen

Die "Bunny-Mutter" erklärte weiter, dass von ihr und einer weiteren Mitarbeiterin erwartet wurde, dass sie sich um die beiden misshandelten Frauen kümmerten. Doch die Angestellten durften angeblich die Playboy-Bunnys nicht ins Krankenhaus bringen oder den Vorfall bei der Polizei melden. 

Im Grunde genommen sollte die "Playboy-Aufräum-Crew" verhindern, dass Vorfälle wie die vermeintliche Vergewaltigung der beiden Frauen jemals an die Presse gelangten. Auch die betroffenen Schwestern wurden zum Stillschweigen aufgefordert. 

"(...)was sie durchgemacht haben, kann sich niemand vorstellen", sagte Masten in der Doku. "Meine Aufgabe war es, die Scherben aufzusammeln. Ich musste die Scherben dieser Kinder aufsammeln. Sie waren Kinder!"

Die ehemalige "Bunny-Mutter" habe bis heute ein schlechtes Gewissen: "Ich mache mir viele Vorwürfe, ich habe solche Schuldgefühle", sagte Masten. Sie war sich sicher, dass ihr niemand glauben würde, wenn sie den Vorfall gemeldet hätte.

Der Sohn von Don Cornelius erklärte gegenüber "People", dass die Anschuldigungen über den vermeintlichen Missbrauch "eine unglaubliche Geschichte ohne echte Beweise" seien. Der Moderator Don Cornelius verstarb im Jahr 2012. 

 

"Secrets of Playboy" ist im deutschsprachigen Raum ab 12. Mai auf Crime + Investigation zu sehen.

Falls dir oder einer Person in deinem Umfeld Gewalt oder Missbrauch widerfährt, dann Rede mit einer Vertrauensperson in deiner Nähe darüber oder wende dich an ExpertInnen sowie Beratungsstellen: