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Playboy-Doku: Litten die Playmates unter Essstörungen?

In der Playboy-Doku behaupten Ex-Mitarbeiterinnen, dass die Frauen in der Villa Essstörungen entwickelten und drogenabhängig wurden.

TRIGGERWARNUNG: In diesem Beitrag werden Essstörungen und Drogenabhängigkeit beschrieben.

In der zehnteiligen Doku-Reihe "Secrets of Playboy" kommen Frauen und ehemalige MitarbeiterInnen zu Wort, die über das Leben in der Playboy Mansion berichten. Die Dokumentation wird in den USA aktuell auf dem Sender A&E ausgestrahlt. Dabei wurden schockierende Enthüllungen über den Verleger Hugh Hefner bekannt. 

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Mädchen gingen als "Skelett" nach Hause

Wie "Insider" berichtet, erzählten mehrere Frauen, die als Bunnys in der Playboy-Mansion lebten, dass sie sich regelmäßigen Gewichtskontrollen unterziehen mussten. Das führte angeblich dazu, dass einige Playmates Essstörungen und eine Drogenabhängigkeit entwickelten. 

Hefners Leibarzt war angeblich dafür zuständig, durch routinemäßiges Wiegen "das perfekte Gewicht" der Frauen im Auge zu behalten.

Nach Aussage mehrerer Playmates und einer von Hefners Ex-Freundinnen hatten diese Gewichtskontrollen negative Auswirkungen auf einige Frauen. "Als ich 20 war, wog ich 40 Kilo", sagte das ehemalige Playmate Susie Krabacher in der Dokumentation. Laut Krabacher nahm sie zu der Zeit, als sie für den Playboy arbeitete, gelegentlich Kokain, um "schlank zu bleiben" – und landete später im Krankenhaus. 

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Ex-Playmate begab sich in Therapie

"Es war wirklich schwer und es brauchte eine Menge Therapie, um wieder normal essen zu können", erzählte Krabacher weiter. Hefners Ex-Freundin Sondra Theodore erklärte, wie sie die Situation – vor allem von neuen Frauen in der Villa – wahrgenommen hatte: "Sie fühlten sich, als hätten sie es geschafft, und doch gingen dieselben Mädchen Monate später als Skelett nach Hause", sagte Theodore. "Nur noch ein Schatten ihrer selbst." 

Theodore zeigte in der Dokumentation auch ein Foto von sich selbst aus dem Jahr 1977, welches aufgenommen wurde, als sie noch mit Hefner zusammenlebte. "Ich war nur noch Haut und Knochen", sagte Theodore. Miki Garcia, eine ehemalige Playboy-Mitarbeiterin erzählte in der Dokumentation, dass ein Playmate kokainsüchtig wurde, während sie Zeit in der Playboy-Mansion verbrachte.

"Sie war so dünn, sodass sie aussah, als könnte sie jederzeit sterben", sagte Garcia. Es ist unklar, was aus dem ehemaligen Playmate geworden ist, nachdem sie die Mansion verlassen hatte.

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Wer unter einer Essstörung oder einer Drogenabhängigkeit leidet, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen, Beratungsstellen oder Kliniken.

Weitere Hilfsangebote findest du auch hier:

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