Raufhandel-Prozess gegen RAF Camora: Freispruch für den Rapper

Soll Würstel-Verkäufer krankenhausreif geschlagen haben
Würstelstand-Prozess: Wegen Raufhandels stand der Rapper in Wien vor Gericht. Nun wurde er freigesprochen.

Der österreichische Rapper und Musikproduzent RAF Camora soll im vergangenen Frühsommer an einem handgreiflichen Streit zwischen ihm, zwei Mittätern und einem Würstelstand-Verkäufer beteiligt gewesen sein. Der Grund? Der Würstelstand-Besitzer wollte den Gästen kurz nach Mitternacht keine Hotdogs mehr verkaufen. Nach wechselseitigen Beschimpfungen soll der Angestellte des Würstelstands in Leopoldstadt von dem Rapper sowie zwei Bekannten zusammengeschlagen worden sein. Bei dem Mann wurden im Spital Prellungen, Blutungen am Ohr sowie Hämatome festgestellt. An diesem Freitag musste sich RAF Camora vor dem Wiener Landesgericht für Strafsachen verantworten. 

Prozess wegen Würstelstand-Prügelei

Für den Musiker und seine mutmaßlichen Mittäter galt die Unschuldsvermutung. Wie der "Kurier" berichtet, war der Gerichtssaal "brechend voll". Laut RAF Camora sei die Aggression vom Würstelstand-Verkäufer ausgegangen. Der Rapper berichtet: "Ich dachte schon, da sollten wir nicht bleiben. Als er ein Messer geschwungen hat, bin ich auf die andere Straßenseite gegangen."

Nachdem es zu einer Schlägerei kam, habe der Musiker die Lage deeskalieren wollen. Die Aussage des Opfers bestätigte dies aber nicht: "Erst hat mir einer eine E-Zigarette entgegengeworfen. Dann damit gedroht, den schweren Aschenbecher auf mich zu werfen." Der Angestellte berichtet weiter, dass insgesamt fünf Männer an dem Vorfall beteiligt gewesen seien, die beiden Angeklagten, die im Gerichtssaal anwesend waren, gehörten aber nicht dazu. 

RAF Camora freigesprochen

Wie dem Bericht des "Kurier" zu entnehmen ist, zweifelte die Staatsanwältin an der Schuld der Angeklagten, da nicht einmal das Opfer selbst den Rapper sowie den anwesenden mutmaßlichen Mittäter direkt belastete. Die Angeklagten – auch RAF Camora – wurden mit der Begründung "Beweisverfahren ergab keine Tatbeteiligung" rechtskräftig freigesprochen. 

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