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Kinder von Sexarbeiterinnen teilen ihre Erfahrungen auf Reddit

Auf Reddit erzählen UserInnen, wie die Arbeit ihrer Mütter als Sexarbeiterin ihr Leben beeinflusst hat.

“Söhne von Prostituierten: Wie geht es euch damit, was eure Mütter gemacht haben?”: Diese Frage stellte der Reddit-User kaxobixo, woraufhin sich unter seinem Posting fast 8000 Antworten sammelten.

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In dem viralen Reddit-Thread erzählen Kinder von Sexarbeiterinnen aus ganz persönlicher und subjektiver Sicht, wie sie die Tätigkeit ihrer Mütter erlebt haben – und die Antworten sind hochspannend, hoffnungsvoll, manche aber auch alles andere als das. Achtung: Die Erzählungen erlauben persönliche Einblicke, sind aber nicht als pauschale Aussagen über die Arbeit von Sexarbeiterinnen zu verstehen.

“Meine Mutter hat mit Männern geschlafen, als wir Geld für Essen gebraucht haben. Sie hat es gut versteckt. Jetzt schaue ich zurück und es ergibt alles Sinn. Ich bin ihr sehr dankbar dafür”, lautet der Kommentar eines Users namens FluManAchoo.

Auch joshjitsu311 schreibt wie viele andere Reddit-UserInnen, dass er denke, seine Mutter musste als Sexarbeiterin arbeiten, um als Alleinerziehende für ihre zwei Söhne sorgen zu können: “Ich bin so dankbar, dass sie ihren Körper geopfert hat, sodass wir Kleidung und Essen haben konnten.”

“Ich denke, meine Mutter hat es gemacht, weil es der schnellste Weg zu einem besseren Leben war, und ich schäme mich nicht dafür. Sie stammte aus einer sehr armen Familie in Seoul, es wäre anders unmöglich für sie gewesen, es aus der Armut zu schaffen”, erzählt User ShittyAttorney.

Mehrere UserInnen berichten davon, dass ihre Mütter ihre Arbeit sehr gut vor ihnen versteckt hätten, um sie zu schützen, andere berichten auch von negativen Gefühlen aus der Kindheit, die sich aber mittlerweile in Verständnis verwandelt hätten. “Ich habe meine Mutter gehasst, weil sie nie zuhause war, aber heute verstehe ich, warum. (…) Sie hat es für uns getan”, schreibt __SketchyUser.

“Ich kann mich erinnern, dass meine Mutter mir sagte, sie sei in ein paar Stunden wieder da, sie kam aber tagelang nicht zurück. Ich kann mich lebhaft daran erinnern, dass ich tagelang nur Oreos gegessen habe. Trotz der ganzen Scheiße, die ich wegen ihr mitgemacht habe, tut sie mir leid, und ich liebe sie immer noch so, wie ich es als Kind getan habe. Obwohl ich viel durchgemacht habe, wünsche ich ihr nichts Schlechtes”, schreibt 407totha850.