Twitter/screenshot/@laurenluvsveg

Shitstorm: TikTokerin setzt #BlackLivesMatter-Bewegung mit Tierrechten gleich

Eine TikTok-Userin, die sich vegan ernährt, macht im Zuge der #BlackLivesMatter-Bewegung auf Tierrechte aufmerksam.

Mit der #BlackLivesMatter-Bewegung kamen bereits etliche Fails von InfluencerInnen an die Oberfläche, die mit ihren Aktionen das Sterben Schwarzer Menschen trivialisieren und ästhetisieren. Auf die Beiträge folgten meist heftige Gegenreaktionen. Daraufhin entschuldigten sich InfluencerInnen für ihr Fehlverhalten, rechtfertigen ihre geschmacklosen Aktionen oder löschten ihre Postings.

Auf TikTok tauchte nun ein Video einer veganen Userin auf, die die #BlackLivesMatter-Bewegung mit dem Einsatz für Tierrechte gleichsetzt. "Ich wünschte, dass mehr Menschen diese Punkte miteinander verbinden würden: Black Lives Matter und Animals Lives Matter. Alle Lebewesen auf diesem Planeten verdienen ein Leben ohne Angst, Missbrauch und Verfolgung", so @laurenrebeccaperez.

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Ihr Clip, der mittlerweile von TikTok gelöscht wurde, wurde über vier Millionen Mal aufgerufen, berichtet "Daily Dot". Auf ihre Botschaft folgte promt ein Backlash – einige UserInnen bezeichneten @laurenrebeccaperez als rassistisch, andere wiederum warfen ihr die Entmenschlichung von Schwarzen vor.

Statt einer Entschuldigung für die unpassenden Aussagen folgte ein längeres Video, das die Userin diesmal auf ihrem Twitter-Account veröffentlichte. "Ich möchte meine Aussagen klarstellen: Ich bin eine Veganerin, die sich für das Ende der Unterdrückung aller Lebewesen auf diesem Planeten einsetzt. Ich unterstütze die #BlackLivesMatter-Bewegung und alle anderen Bewegungen, die das gleiche Ziel haben", so @laurenrebeccaperez. Sie sei sich bewusst, dass viele ihre Unterstützung nicht brauchen würden, dennoch wolle sie die Aufmerksamkeit, die sie durch ihr Video bekommen hat, nutzen, um Stimmung gegen Polizeigewalt zu machen.  

Auch wenn @laurenrebeccaperez wichtige Punkte thematisiert, die Tierrechte und die Lebensmittelindustrie betreffen, ist der Zeitpunkt dafür falsch. Während weltweit Proteste gegen Rassismus stattfinden, zeugen Taktiken, die manche InfluencerInnen einsetzen, um auf den "Zug" der #BlackLivesMatter-Bewegung aufzuspringen und damit für eigene Interessen zu werben, von purem Egoismus.

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