REUTERS/ANDREW KELLY

So viele Schwarze Menschen arbeiten bei Kylie Cosmetics

Die #PullUpOrShutUp-Kampagne fordert Kosmetikunternehmen auf, KonsumentInnen darüber aufzuklären, wie viele Schwarze MitarbeiterInnen sie in Führungspositionen beschäftigen. Auch Kylie Jenner beteiligte sich an der Initiative.

Im Zuge der #BlackLivesMatter-Bewegung zeigten sich viele Unternehmen weltweit solidarisch mit der Schwarzen Community und teilten Beiträge auf ihren Social-Media-Kanälen oder spendeten an Wohltätigkeitsorganisationen. Die Maßnahmen gehen zwar in die richtige Richtung – eine wirkliche Veränderung werden sie auf diese Weise vermutlich nicht herbeiführen.

Auf Worte müssen Taten folgen – Sharon Chuter initiierte deshalb die #PullUpOrShutUp-Kampagne, um so auf die mangelnde Repräsentation von Schwarzen in der Beauty-Industrie aufmerksam zu machen. Chuter ist Gründerin der der Kosmetikmarke UOMA Beauty und setzt bei ihren Make-up-Produkten auf Vielfalt. Auf dem offiziellen Instagram-Account fordert sie nun Kosmetikunternehmen auf, die Zahl der Schwarzen MitarbeiterInnen aufzulisten, die sie in Führungspositionen beschäftigen. Auch Kylie Jenner nahm an der Initiative teil und gab den Prozentsatz der Schwarzen MitarbeiterInnen in ihrem Unternehmen bekannt.

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"Wir sind stolz auf die Vielfalt in unserem Unternehmen mit einem Team von Schwarzen, Weißen, Asiatischen, US-amerikanischen UreinwohnerInnen, Hispanischen und Frauen aus dem Nahen Osten", heißt es auf der Instagram-Seiten von Kylie Cosmetics. In ihrem Unternehmen, das zu 100 Prozent aus Frauen besteht, wären 13 Prozent des Führungsteams von Schwarzen besetzt. Insgesamt würde sich das Unternehmen zu 53 Prozent aus Weißen und 47 Prozent aus Schwarzen MitarbeiterInnen zusammensetzen. 

Marken wie L’Oréal USA oder Revlon haben ebenso den Anteil der Beschäftigten bekannt gegeben. Bei L’Oréal USA sind 12.000 Personen angestellt – von denen sind lediglich acht Prozent Schwarz und in Führungsebenen tätig. Das Problem liegt somit auf der Hand: Große Make-up-Brands haben bisher vermutlich deshalb die Bedürfnisse von Schwarzen Menschen nicht abgedeckt, da sie in höheren Ebenen kaum vertreten sind. 

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