Streit um TikTok-Parodie: Warum veräppeln alle das "Hey Yo"-TikTok?

Streit um TikTok-Parodie: Warum veräppeln alle das "Hey Yo"-TikTok?
TikTokerin Bria wurde wegen ihrer Stimme auf die Schaufel genommen. Eine Parodie ging viral – der Account wurde nun gesperrt.

Das Parodieren erfolgreicher TikTokerInnen ist fast schon gängige Praxis. Manche dieser Videos gehen sogar viral und generieren mehr Views als das Original selbst.

So ging es dem TikToker Sam (aka @_samueladrian_), der mit seinem Video über 17 Millionen Views erreicht hat. Im dem kurzen Clip ahmt er TikTokerin Bria nach, die aufgrund ihrer Stimmlage in einem Video und ihrem Freund, der für viele unverständlich klingt, zur Vorlage für Parodien wurde.

Brias Original erreichte knapp 9 Millionen Views.

Bekannt wurde Bria mit ihren Videos, die mit "Hey Yo, the person who sent you this wants you to know" beginnen, weswegen sie sich mittlerweile "CEO of Hey Yo" nennt.

Seit den Parodien auf TikTok ist ihr aber augenscheinlich das Lachen vergangen, denn nicht nur Sam veräppelte die US-Amerikanerin, sondern auch zahlreiche andere TikTokerInnen sprangen auf den Zug auf. 

TikTok-Nachmache: User wurde gesperrt

Der Spaß, den sich TikToker Sam erlaubt hat, hat ein Nachspiel: Wegen der Parodie wurde er für eine Woche gesperrt.

Über seinen Backup-Account @pimpinsimp69, der mittlerweile ebenfalls offline ist, ließ er seine FollowerInnen wissen, wen er hinter der Sperre vermutet: Bria selbst. Doch die schien alles abzustreiten: Die beiden gingen auf Instagram live. Die TikTokerin bezeichnete Sam als "kindisch" und "erniedrigend". Sie sei nicht für die Sperre verantwortlich, betonte sie. 

Vermutlich haben UserInnen den Account von Sam gemeldet.

Sam erwähnte danach gegenüber "Daily Dot", er wolle so "viel erklären", durch die Sperre könne er das allerdings nicht.

Bria hielt sich auf Anfrage von "Daily Dot" allerdings zurück. Auf Instagram veröffentlichte sie ein Video, in dem sie klar macht, dass sie nicht bereit ist, sich zu entschuldigen. 

Dieser Fall macht wieder einmal deutlich, wie sehr die Grenzen zwischen Comedy und Cybermobbing auf TikTok verschwimmen können.

Wie es aussieht, hat sich TikTokerin Bria von den Parodien angegriffen gefühlt. Dafür erntete sie viel Kritik, wie sie auf ihrem Kanal zeigt: "Wir lachen nicht mit dir, sondern über dich", so ein Kommentar. "I don't give a f****", so die Message der TikTokerin.

Professionelle Hilfe 

Wer unter (Cyber-)Mobbing leidet, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen oder Beratungsstellen.

Mehr Informationen findest du auch unter saferinternet.at.

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