TikTok-Filter entfernen? Vorsicht vor Betrug!

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TikTok-Filter entfernen? Betrüger stehlen Kreditkarten

TikTok-Filter entfernen ist nicht möglich und verwerflich. Keine Macht den Creeps!

Sex sells. Wer noch einen weiteren Beweis dafür braucht: hier ist er. Bei der #InvisibleChallenge auf TikTok geht es um einen Filter, welcher Greenscreen-artig die eigene Körperfarbe ausblendet. Dabei zeigen sich NutzerInnen auch gerne "nackt", da man durch den Filter nur die Umrisse eines Körpers erkennen kann. BetrügerInnen wittern bei sexy Angeboten immer das große Geld durch Betrug.

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TikTok-Filter entfernen?

Gleich vorweg: dahinter steckt nicht die gesuchte App. Wer Apps dafür anbietet, möchte nur eure Geldbörse ausziehen. Vorrangig in den Kommentaren unter den Videos, bei denen sich scheinbar nackte Frauen mithilfe des Filters verdecken, wird mit Methoden geworben, um den Filter im Nachhinein zu entfernen. Warum? Um die nackten Frauen zu sehen. In einem weiteren Schritt wird man dann zu einer angeblichen Software weitergeleitet, welche den Filter aufheben soll.

Erstens ist das moralisch absolut verwerflich. Zweitens grenzt das an einer technischen Unmöglichkeit. Die Videos auf Plattformen wie TikTok, Instagram & Co. werden stark komprimiert, um schnellere Ladezeiten zu ermöglichen. Im Nachhinein einen Filter zu entfernen ist nicht möglich, da die Aufnahme ohne Filter gar nicht mehr verfügbar ist.

Auch die Frage, woher denn der Filter wisse, was hinter einem ist, ist schnell beantwortet. Der Filter fotografiert den unbewegten Hintergrund, und gibt hinter deinem verschwindenden Körper nur das Bild aus. Das lässt sich leicht mit einem Test ausprobieren.

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Betrug auf Social Media

BetrügerInnen nutzen jede Gelegenheit, um leichtgläubigen NutzerInnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Besonders in sozialen Medien, wo man doch meinen könnte, dass hinter dem Profil eine echte, nette Person steckt, muss man vorsichtig sein. Die sichere Devise: Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, ist es das meistens auch. Dass nackte Frauen leichtgläubige Menschen in Kostenfallen oder Betrügereien locken, wissen wir spätestens seit den "Jamba-Nacktscanner"-Werbungen spätabends auf VIVA & Co.

 

Wie man sich am besten vor solchen Betrügereien schützt? Einfach hinterfragen. Kritisches Denken war schon immer der beste Schutz im Internet. Wem das nicht genug ist, kann sich an Antiviren-Lösungen für das Handy bedienen.